„Weil Sie es sich wert sind!“

Unter diesem Titel – dem bekannten Werbeslogan – hat C.S., eine 18-jährige Schülerin der Fachmittelschule Bern, ihre Abschlussarbeit geschrieben. Es geht darin, wie der Untertitel sagt, um die Gründe, warum junge Frauen oft einen eher schwachen Selbstwert haben und wie sie ihn stärken können.

Ich habe diese junge Frau vor einigen Monaten persönlich kennengelernt: Sie ist sehr hübsch und strahlt viel Liebe und Güte aus. Und doch leidet sie nach eigenen Aussagen auch unter mangelndem Selbstwertgefühl – oder hat darunter gelitten, denn sie hat bewusst an sich gearbeitet und ist auf dem besten Weg, eine selbstbewusste Frau zu werden, die ihren wahren Wert kennt. Ihr Ansporn, eine Arbeit zu diesem Thema zu schreiben, erklärt sie in der Einleitung:

Ich habe drei Schwestern, und bin die Zweitälteste. Wir alle haben in meinen Augen einen schwachen Selbstwert! Jede von uns hat Probleme mit ihrem Aussehen, vor allem mit dem Gewicht, obwohl keine von uns übergewichtig ist, im Gegenteil! […] Bei mir persönlich äussert sich dies so: Ich ertappe mich ständig wie ich mich mehr um das Wohl anderer, als um mein eigenes kümmere. Das hat zur Folge, dass ich meine eigenen Bedürfnisse nicht ernst nehme, ja zum Teil sogar fast nicht mehr wahrnehme. […] Viele meiner Probleme mit dem Selbstwertgefühl, erkenne ich auch bei Freundinnen von mir wieder.
Ich habe mir einfach gesagt: „Das kann/ darf doch nicht sein, dass so viele wertvolle Frauen den eigenen Wert nicht erkennen und in einem ständigen Kampf mit sich sowie auch der Umwelt leben müssen.“

C.S. hat viele Informationen zum Thema Selbstwertgefühl und Selbstliebe zusammengetragen und sie in ihrer Arbeit verarbeitet. Besonders wertvoll ist darin der „Trainingsplan“, mit dem Frauen ganz praktisch an ihrem Selbstwert arbeiten können. Ich habe diesen Trainingsplan gelesen und kann ihn euch wärmstens empfehlen. C.S. hat mir erlaubt, ihn auf dieser Website zum Download anzubieten, danke!

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4 Gedanken zu “„Weil Sie es sich wert sind!“

  1. Liebe Karin, worin liegt der Unterschied zwischen : jemand wünscht eine Änderung meines Verhaltens, da es ihm unangenehm ist und tatsächliches Bestimmen des Verhaltens des anderen. Müsste man dann nicht auch an sich selbst arbeiten, bis man gegen alles immun ist ?
    Wie schmal ist hier der Grat, wieviel Rücksicht noch gesund?

    Beste Grüße

  2. Der Grat ist sehr schmal, liebe Franzi! Und eine Grundregel kann es dazu nicht geben…
    Höchstens vielleicht das: Wenn wir unser Verhalten aus Angst ändern (Angst, den anderen zu verletzen, ihn zu verlieren usw.), dann ist es für uns selbst nicht gut. Tun wir es hingegen aus wahrer Liebe und Hingabe, dann ist dagegen nichts einzuwenden.
    Ich glaube, wenn wir ganz, ganz ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir jeweils in der betreffenden Situation, ob es das eine oder das andere ist.

    Und natürlich hast du Recht: Wir sollten am Ende so stark sein, dass wir nicht darunter leiden – so oder so nicht. Doch das ist ein weiter Weg 😉

    Und der andere Aspekt ist dabei natürlich auch: Wir tun dem anderen keinen Gefallen, wenn wir uns immer anpassen, immer nachgeben, seiner Empfindlichkeit stets Rechnung tragen – weil wir dadurch nur sein Ego stützen. Er sollte ja schliesslich auch lernen… Und oft sind wir einfach das Werkzeug dazu.

    Liebe Grüsse,
    Karin

  3. ich danke dir für dein Verständnis und wünsche dir einen wunderbaren Abend. Ein wenig Schuldgefühle habe ich noch, da ich einen Wunsch äußerte und sie auch, ich aber bei ihrem so egoman reagierte und es unverständlich empfand. Liebe Grüße

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