Über allem die Liebe

Mein neues Buch, der 3. Band der Sonnwandeln-Reihe, mit dem Titel „Über allem die Liebe“ ist soeben erschienen.

Sonnwandeln_Band_3

Über allem die Liebe
Sonnwandeln Band III
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-13-5
Paperback, 236 Seiten
EUR 19.00 / ca. CHF 25.00

Erhältlich in Buchhandlungen und Online-Shops.

Die göttliche Liebe trägt das Universum. Doch wie könnte sie in der Welt fliessen, wenn nicht von Wesen zu Wesen? In diesem Buch beleuchte ich Aspekte un­se­­rer unvoll­kommenen menschlichen Liebe.
Zuallererst geht es um die Selbstliebe, eine unabdingbare Voraus­setzung, wollen wir andere Menschen wahrhaftig lieben. Dann um die Liebe zu unserem Nächsten im Allgemeinen und zwischen Eltern und Kindern im Besonderen. Ein ganzes Kapitel widme ich auch der Paarbeziehung; ich zeige Wege auf zu einer dauerhafteren, glück­licheren Partnerschaft in be­din­gungsloser, uneigennütziger Liebe, jenseits von Er­war­tungen und Forderungen, Eifersucht und Verlust­angst, Macht­kämpfen und Ver­letzungen. Aber auch die leidvolle Tren­nung von geliebten Men­schen, sei es durch Verlassen oder Tod, und schliesslich die Einsamkeit sind ein wichtiges Thema.
Im Licht einer im gewöhnlichen Alltag gelebten Spiritualität stelle ich die Thematik, wie in all meinen Büchern, praxisbezogen dar und biete konkrete Empfehlungen, Anleitungen und wirksame In­stru­­men­te zur Selbst­veränderung.

Hier einige Leseproben.

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Neuauflage meiner Romane

Meine beiden spirituellen Romane, die ich um die Jahrtausendwende unter Pseudonym geschrieben hatte, sind inzwischen vergriffen. Deshalb habe ich mich entschlossen, sie als Softcover unter meinem richtigen Namen neu aufzulegen.

Ich empfehle euch, den „Jonathan“ zuerst zu lesen, da diese Hauptfigur auch in der Geschichte des Wanderers wieder eine Rolle spielt, aber chronologisch später.

Beide Bücher und die entsprechenden E-Books sind bereits im Buchhandel und in Online-Buchshops verfügbar.

Viel Freude bei der Lektüre dieser tiefsinnigen Romane!

Buchtitel_Jonathan Buchtitel_Wanderer

Jonathan von der Insel
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-09-8
Softcover, 160 Seiten
Format 12 x 19 cm
EUR 13.00

E-Book
ISBN 978-3-907091-11-1
EUR 9.49

–> weitere Infos

Der Wanderer im dunklen Gewand
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-10-4
Softcover, 164 Seiten
Format 12 x 19 cm
EUR 13.00

E-Book
ISBN 978-3-907091-12-8
EUR 9.49

–> weitere Infos

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„Mein“ Königsgaukler

Einen Herzenswunsch habe ich mir erfüllt: „Der Königsgaukler“ von Manfred Kyber in meinem Verlag neu herausgegeben. Dieses Märchen aus dem Jahr 1921 über den tieferen Sinn des Lebens kenne ich seit vielen Jahrzehnten und habe es ebenso oft wieder gelesen wie weitergegeben. Jedes Mal, wenn Freunde sich gerade in einer schwierigen Lebenslage befanden und traurig waren oder meinten, nicht mehr weiter­zuwissen, habe ich ihnen mein Exemplar geschenkt, in der Hoffnung, es möge ihnen ebenso viel Trost und Zuversicht spenden wie es mir bei ähnlichen Gemütszuständen jeweils gebracht hat. Für mich habe ich dann immer sofort ein neues Büchlein gekauft – und bald schon wieder verschenken „müssen“.
Gab es früher einmal eine schöne gebundene Ausgabe, so finde ich seit Jahren keine mehr, die mir gefällt und die ich gerne verschenke. Das ist der Grund, warum ich mich entschlossen habe, den Königs­gauk­ler selber herauszugeben: Dieses Juwel der spirituellen Literatur soll liebevoll gestaltet sein und sich edel präsentieren.

Der Königsgaukler ist eines der vier Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, wäre ich für den Rest des Lebens dorthin verbannt. Jetzt wollt ihr wahrscheinlich wissen, welche die anderen drei sind? Die „Bhagavad Gita“, ein fast zwei Jahrtausende alter spiritueller Text aus Indien, „Essays on the Gita“ von Sri Aurobindo, dem großen indischen Philosophen und Mystiker, und „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Auch diese Bücher habe ich, wie den Königsgaukler, schon unzählige Male gelesen. Natürlich würde ich viele andere Werke nur ungerne zurücklassen, aber mit diesen vier könnte ich meine Seele und mein Gemüt ausreichend nähren. Bis an mein Lebensende. Alle sind sie nämlich zeitlos – ich bin versucht zu sagen: ewig – in ihrer Weisheit und ihrer Eigenschaft, das Herz zu erwärmen und zutiefst zu berühren.

koenigsgaukler

innenseite_koenigsgaukler

Manfred Kyber: Der Königsgaukler
nada Verlag
Hardcover, 72 Seiten
ISBN 978-3-907091-08-1
Preis: EUR 17.00

„Der Königsgaukler“ von Manfred Kyber im nada Verlag ist erhältlich in Buchhandlungen und in Online-Shops.

ACHTUNG: Es gibt mehrere Ausgaben dieses Märchens auf dem Markt (keine so schön wie meine 😉 Beim Kauf müsst ihr deshalb unbedingt angeben, dass ihr diejenige des nada Verlags wollt, oder die ISBN 978-3-907091-08-1 mitteilen.

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Selbstbewusstsein: Verändert eure äussere Erscheinung!

Nein, ich meine damit nicht, wir sollten etwas für unsere Schönheit tun, eine neue Frisur, Sexy-Kleidung und solche Dinge. Das verbessert die Selbstsicherheit und das Selbstwertgefühl nicht anhaltend, wie ich schon in einem früheren Artikel erörtert habe.

Es geht mir vielmehr um die Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Der Körper widerspiegelt unser Denken und Fühlen. Wie Albert Schweitzer sag­te: „Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm ge­geben hat, mit 40 das Gesicht, das ihm das Le­ben gegeben hat, und mit 60 das Gesicht, das er verdient.“
Im Körper ist nicht so sehr gespeichert, was wir erlebt haben, sondern wie wir damit umgegangen sind. Es gibt Menschen, die mehrere schwere Schicksalsschläge erfahren mussten und deren Gesicht dennoch einen heiteren, offenen, zuversichtlichen Ausdruck zeigt. Und es gibt Menschen, denen man die Verbitterung von Weitem ansieht – obwohl ihnen im Leben nichts wirklich Schlimmes widerfahren ist.
Nicht nur das Gesicht verrät einiges über unsere innere Welt; besonders deutlich zeigt sich ein Mangel an Selbst­bewusstsein und Selbstsicherheit in der Körperhaltung.
Wir können so weit gehen zu sagen, dass alles, was wir je erlebt haben, selbst wenn wir uns bewusst nicht mehr da­ran erinnern, wie ein Abdruck in uns geprägt ist, auf der mentalen und der emotionalen Ebene, aber auch, wie Wissenschaftler glauben, in jeder Körperzelle, in den Genen. Letzteres haben Experimente mit Tieren bewiesen: Während des Lebens erfahrene und gelernte Inhalte wurden auf genetischem Weg an die Nachkommen weitergegeben.
Das bedeutet: Der Körper vergisst nichts, kein Gedanke, keine Emotion, keine Sinneswahrnehmung. Was wir heute sind, entspricht unserer vollständigen bisherigen Le­bens­geschichte.

Es ist uns meistens weniger bewusst, aber wie der Geist auf den Körper wirkt, so beeinflusst auch der Körper den Geist. Ändern wir die äußere Haltung, so wandelt sich auch die in­nere. Darauf beruhen körperorientierte psychologische Therapieformen, Tanz- und Bewegungs­thera­pien, die Kinesiologie und weitere Methoden.
In der Regel ist es für uns einfacher, mit dem Körper zu arbeiten, als innere Einstellungen zu ändern. Oft wissen wir auch nicht (mehr), woher unsere traurigen Augen, die eingezogenen Schultern stammen, und können deshalb nicht auf der psychischen Ebene einwirken. Auf dieses Wissen sind wir jedoch nicht angewiesen; es kann sich, im Gegenteil, sogar kontraproduktiv auswirken, wenn wir negative oder traumatische Ereignisse wieder an die Oberfläche ho­len – und die Vergangenheit lässt sich oh­nehin nicht mehr ändern.
Es geht also darum, unseren Körper, wie er gegenwärtig ist, zu betrachten und eine neue Haltung einzuüben, die Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit ausdrückt. Wir ge­winnen diese Eigenschaften nicht allein dadurch, dass wir unser Äußeres ändern. Doch eine selbstbewusste Ausstrahlung unterstützt die übrigen Bemühungen, einerseits; an­drerseits begegnen uns die Mitmenschen mit mehr Respekt und neigen weniger dazu, uns zu erniedrigen, zu dominieren oder auszunutzen, was es uns wiederum erleichtert, tatsächlich selbst­bewusst auf sie zuzugehen.

Ich schlage euch zwei einfach Übungen vor, um auf der körperlichen Ebene an eurem Selbstwertgefühl zu arbeiten.

1. Schaut euch einmal euer Gesicht im Spiegel an.
• Was drückt es aus? Traurigkeit, Enttäuschung, Unsicherheit, Überheblichkeit, …?
• Worin genau erkennt ihr diese Eigenschaften? Heruntergezogene Mundwinkel, gepresste Lippen, zusammengekniffene Augen, hochgezogene Brauen, tiefe Stirnfalten, …?
• Verändert dann vor dem Spiegel bewusst und willentlich die dafür verantwortlichen Stellen des Gesichts: lächeln, die Lippen entspannen, locker in die Ferne schauen, alle Muskeln loslassen, … Achtet bei dieser Übung darauf, dabei an etwas Erfreuliches zu denken oder euch ein liebliches, schönes Bild (eine Blume, eine Landschaft, ein lachendes Kindergesicht) vor euer inneres Auge zu holen, vielleicht auch heitere Mu­sik zu hören.
• Prägt euch diesen neuen Gesichtsausdruck jetzt mit ge­schlossenen Augen ein, spürt gut, wie er sich anfühlt, und merkt euch diese Empfindung. Übt ihn über einen längeren Zeitraum täglich mindestens einmal vor dem Spiegel und seid im Alltag achtsam, ihn wieder einzunehmen, wenn ihr merkt, dass der alte zurückgekehrt ist.

2. Schaut eure Körperhaltung im Spiegel an, frontal und von der Seite.
• Was drückt sie aus? Niedergeschlagenheit, Angst, Trägheit, Tendenz sich zu ducken, zu un­terwerfen, auszuweichen, …?
• Worin genau erkennt ihr diese Eigenschaften? Gesenkter Kopf, ein- oder hochgezogene Schultern, zu breiter oder zu schmaler Stand, rückwärts ­geneigter Oberkörper, schlaffe Haltung, gebeugter Rü­cken, …?
• Verändert dann vor dem Spiegel bewusst und willentlich eure Haltung, sodass ihr aufrecht, locker und entspannt (aber nicht träge) steht und den Blick geradeaus richtet, nicht nach unten. Ein Tipp: Um den Körper aufzurichten, hebt das Brustbein an; das ist besser, als den Kopf oder das Kinn anzuheben oder die Schultern nach hinten zu ziehen. Achtet bei dieser Übung darauf, dabei an etwas Erfreuliches zu denken oder euch ein liebliches, schönes Bild (eine Blume, eine Landschaft, ein lachendes Kindergesicht) vor euer in­ne­­­res Auge zu holen, und vielleicht auch heitere Musik zu hören.
• Prägt euch diese neue Haltung jetzt mit geschlossenen Augen ein, spürt gut, wie sie sich anfühlt, und merkt euch diese Empfindung. Übt sie über einen längeren Zeitraum täglich mindestens einmal vor dem Spiegel und seid im Alltag achtsam, sie wieder einzunehmen, wenn ihr merkt, dass die alte zurückgekehrt ist.

Denkt daran: Euer Gesichtsausdruck und eure Körperhaltung haben sich über Jahrzehnte gebildet. Es wird Monate oder Jahre dauern, bis die neuen zu euren „normalen“ werden. Aber jedes Mal, wenn ihr willentlich einen anderen Gesichtsausdruck, eine andere Haltung einnehmt, trägt ihr zu dieser äußeren Wandlung bei. Und, noch viel bedeutsamer, zur inneren.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Kapitel 5 meines Buches „Ich liebe mich selbst 2“.

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Der Fluss in der Wüste

Zu Ostern erzähle ich euch eine Geschichte aus dem Sufismus, die auch etwas mit Auferstehung zu tun hat.

Ein Fluss entsprang einer Quelle im Gebirge und strömte hinab ins Tal, durch Wälder und Wiesen, bis er schließlich die Wüste erreichte. Er hatte alle bisherigen Hindernisse überwunden und sich seinen Weg sogar durch harten Fels erkämpft. Doch so sehr er sich auch bemühte, die Wüste zu durchqueren, sein Wasser versickerte im Sand. Er spürte aber, dass seine Bestimmung jenseits der Wüste lag, nur wusste er nicht, wie er sein Ziel erreichen könnte.
Der Sand sagte zu ihm: „Der Wind überquert die Wüste ­– vertrau dich ihm an, er wird dich hinübertragen.“
Der mächtige Strom, der seinen Weg bisher immer selbst gefunden hatte, war nicht angetan von der Idee, sich dem Wind zu ergeben. Und ein bisschen Angst hatte er auch, denn er konnte es sich nicht vorstellen.
Der Sand schien seine Gedanken zu erraten und erklärte ihm: „Der Wind nimmt dein Wasser auf, weht es über die Wüste und lässt es als Regen fallen, sodass es wieder zu einem Fluss werden kann.“
Der Strom zögerte, er wollte sich nicht verändern und seine Eigenart nicht aufgeben. „Du kannst in keinem Fall bleiben, was du bist“, ermahnte ihn der Sand. „Du musst dich wandeln. Gibst du dich nicht dem Wind hin, stirbst du in der Wüste. Doch glaube mir: Das Wesentliche an dir wird bestehen bleiben, das, was du in Wahrheit bist.“
So ließ der Fluss seinen Dunst aufsteigen, der Wind trug ihn immer höher und wehte ihn über die Wüste hinweg bis zu einem Gebirge. Dort regnete er sanft herab. Der Strom erkannte, dass er sich zwar verändert hatte, aber freudig weiterfließen konnte.

(Aus meinem Buch: Der Sinn des Lebens und die Lebensschule)

Eine weitere Auferstehungsgeschichte findet ihr auf meiner Website Karma Yoga.

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Ist unser Gehirn verantwortlich für unsere Gefühle?

Nein – das will ich gleich vorwegnehmen – nein, das glaube ich nicht!
Im letzten Jahrzehnt sind mir in Fachzeitschriften immer wieder einmal Artikel begegnet, die unsere Gefühle auf Vorgänge im Gehirn reduzierten. Die Thematik erstreckte sich oft auch auf die Frage nach unserem freien Willen: Besitzen wir tatsächlich die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, oder werden wir gewissermassen fremdgesteuert von einem Organ, das durch die Aussendung von chemischen Stoffen und durch elektrische Impulse unser Handeln bestimmt?
Artikel* wie „Die Dirigenten unseres Lebens“, „Wie sie [die Hormone] gute Laune machen“, „Wie sie die Liebe bestimmen“ und Aussagen wie „Ein Anfall von weiblicher Zickigkeit. Aus einem geschlechtslosen Embryo entwickelt sich ein Junge. Verliebte spüren Schmetterlinge im Bauch. Ganz unterschiedliche Lebenssituationen, die alle eins gemeinsam haben: Immer sind Hormone die Auslöser“ suggerieren, dass wir nichts als Marionetten eines Supergehirns sind, das über uns herrscht und uns nicht nur die Willensfreiheit nimmt, sondern auch die Verantwortung. Und fördern die bereits weit verbreitete Tendenz, bei psychischen Problemen, auch bei vermeintlichen, Medikamente zu verschreiben, die in diesen Prozess eingreifen, vor allem bei Depressionen, Angstzuständen und kindlicher (Über?-)Aktivität. Anstatt das Problem, sofern es tatsächlich eines ist und nicht ein normaler Bestandteil des menschlichen Lebens, dort anzugehen, wo es wirklich und nachhaltig behoben werden kann, nämlich in der Psyche. (Zu diesem Thema kann ich euch eine ausgezeichnete Sendung des SWR empfehlen: Das Milliardengeschäft mit der Psyche.)

Für mich stellt sich hingegen immer die Frage: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Dass gewisse Stoffe in uns zirkulieren, wenn wir bestimmte Empfindungen haben, ist unbestritten. Aber: Veranlasst das Gehirn die Ausschüttung von Hormonen und dann empfinden wir Verliebtheit, Depression oder Angst? Oder empfinden wir Verliebtheit, Depression, Angst und dies führt zu Vorgängen im Gehirn?

Nun sind mir in letzter Zeit mehrmals Aussagen begegnet, die eine entgegengesetzte Ansicht zu solchen „gehirnbestimmten“ Theorien stützen. Nämlich beispielsweise dass eine Psychotherapie die Gehirnstruktur nachweislich verändert: Bei depressiven Patienten zeigte die MRT nach der Therapie neuronale Veränderungen in den Gehirnarealen, die mit der Depression in Verbindung gebracht werden. Oder allgemeiner, dass Gefühle die Biologie des Gehirns beeinflussen und umbauen: Erhält etwa ein Mensch ständig schlechte Kritik, verändert sich sein Gehirn. Und noch weitergehend bewies eine Studie, dass bei Menschen, die ihre Meinung frei äussern dürfen, das Motivationszentrum im Gehirn aktiviert wird und dadurch sogenannte Glücksbotenstoffe wie körpereigene Opiate ausgeschüttet werden.

Was bedeutet das nun konkret für unser Bemühen, unsere Selbstliebe und unser Selbstwertgefühl aufzubauen und zu stärken? Dass gute Gespräche mit Fachleuten tatsächlich helfen, ebenso dass Imaginationen und Affirmationen wirken. Aber auch allgemein positive Gedanken und das Einüben von Verhaltensweisen, die von Selbstliebe und Selbstwertgefühl zeugen.
Wie ich in meinem Buch „Ich liebe mich selbst und mache mich glücklich“ schreibe, funktioniert es tatsächlich, uns die Selbstliebe „einzureden“, auch wenn wir sie noch nicht besitzen. Meine Methode beruht ja auf zwei Pfeilern, die dann am besten funktionieren, wenn wir mit beiden gleichzeitig an uns arbeiten: Einerseits uns selbst durch Affirmationen und positiver Selbstbeeinflussung davon zu überzeugen, dass wir es wert sind, uns selbst zu lieben, und dies auch können; andrerseits indem wir die Verhaltensweisen verändern, die von unserer schwachen Selbstliebe und unserem Mangel an Selbstwertgefühl zeugen. Dabei entsteht eine positive Wechselwirkung: Indem wir mehr und mehr daran glauben, dass wir uns selbst lieben, finden wir den Mut, uns tatsächlich selbstbewusster zu verhalten, und durch unser Verhalten, das mehr und mehr auf Selbstvertrauen und Selbstachtung beruht, stärken wir unseren Glauben an unsere Selbstliebe.
In jedem Fall will ich euch wieder einmal dazu ermuntern, an euch zu arbeiten – wie die Wissenschaft beweist: Es lohnt sich! Vielleicht euer guter Vorsatz fürs Neue Jahr…

*Alle von mir verlinkten Artikel und Fernsehsendungen sind beispielhaft ausgewählt; es gibt unzählige davon, die ihr findet, wenn ihr etwa nach Gehirn Veränderung Gefühle oder nach Gehirn Veränderung Psychotherapie googlet. Oder für die ersten von mir erwähnten Aussagen nach Hormone steuern Gefühle.

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Mein neues Buch über Selbstliebe ist erschienen!

Nachdem ich vor über 20 Jahren zur Erkenntnis gekommen war, dass mir die Selbstliebe und das Selbstwertgefühl fast vollständig fehlten und dies die Ursache für viele meiner Probleme mit den Mitmenschen und für meine perio­disch auftretende, nicht näher definierbare Unzufriedenheit war, begann ich am Aufbau meiner Selbstliebe zu arbeiten.
Selbst einmal darin gefestigt, entwickelte ich auf der Basis meiner eigenen Er­fah­rungen eine Methode zum Aufbau und zur Stärkung der Selbst­liebe, die ich viele Jahre lang in Seminaren und Kursen lehrte. Diese Methode gebe ich nun auch mit diesem Buch weiter.

Buchtitel_Ich_liebe_mich_selbstIch liebe mich selbst und mache mich glücklich
von Karin Jundt
nada-Verlag
ISBN 978-3-907091-04-3
Paperback, 136 Seiten
EUR 17.00 / ca. CHF 23.00

Erhältlich:
• im Buchhandel und in den Online-Shops

Bei diesem Buch handelt es sich um einen übersichtlichen und struk­turierten Leitfaden; er ist wie ein Kurs mit Aufgaben und Übungen aufgebaut, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Und entsprechend leicht und locker ist auch die Sprache gehalten.
Darin sind auch mehrere Seiten enthalten, die der Leser wie Kursunterlagen selbst ausfüllen kann und auf die er im Lauf der Lektüre wieder zurückgreifen sollte; deshalb ist dieses Buch auch nicht als E-Book erhältlich, sondern nur in einer Druckversion.

In den ersten Kapiteln habe ich die Grundlagen des Selbstwertgefühls und der Selbst­liebe dargelegt. Der Hauptteil befasst sich mit der Selbstanalyse und der Betrachtung der Verhaltens­muster, die auf ein zu niederes Selbstwertgefühl und eine zu schwache Selbstliebe hinweisen, und zeigt dann den Weg auf, um neue Verhaltensweisen Schritt für Schritt einzuüben und alte hinderliche Muster abzulegen. Wie immer schreibe ich nur über Erkenntnisse und Methoden, die ich selbst erfahren habe und in meinem Alltag praktiziere.
Auch werdet ihr darin viele ermutigende Worte finden, eure Schritte auf diesem Weg der Selbst­bestimmung und Selbst­verwirklichung zu wagen.

Vertiefende Erläuterungen und auflockernde Ge­schichten stehen in separaten Kästen am Ende jedes Kapitels, um den Textfluss nicht zu unterbrechen. Verweise am Seitenrand erleichtern das Auffin­den von verwandten oder ergänzenden Aussagen.

Dieser Wegweiser ist konsequent praxisbezogen. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass gerade im Fall mangelnder Selbstliebe das theoretische Wissen nicht hilft, wenn es nicht mit konkreten, anwend­baren Anleitungen zur Selbstveränderung ergänzt wird. Wir entwickeln uns schliesslich nicht allein dadurch, dass wir etwas wissen, sondern erst wenn wir dieses Wissen auch nutzen und umsetzen. Das ist Bildung im wahren Sinn des Wortes: Wir bilden unsere Persönlichkeit und unseren Charakter, wir gestalten unser Leben und unser Schicksal.
Zu den Leseproben…

Noch eine Bitte: Falls euch das Buch gefällt und euch auf eurem Weg zu mehr Selbstliebe unterstützt, wäre es für mich sehr hilfreich, wenn ihr eine Bewertung/Rezension in einem oder mehreren Online-Shops abgebt. Vielen Dank!

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Loving you means loving me

Mein Bruder Bruno ist Musiker. Hauptberuflich Gitarrenlehrer am Gymnasium, hat er immer auch mit verschiedenen Gruppen musiziert und Konzerte gegeben, in mehreren Stilrichtungen.
Seit einiger Zeit spielt er zusammen mit einem anderen Gitarristen und einer Sängerin in einem Trio, das sich Singer’s Tale nennt. Alle Titel sind Eigenkompositionen. Auf der Website von Singer’s Tale könnt ihr den Song „OK“ hören, aus dem diese Zeile „Loving you means loving me“ stammt. Zudem den Song „Come into play“, der für mich einer der schönsten Songs ist, den ich kenne, vergleichbar mit Titeln von Enya, Katie Melua oder Patricia Kaas.

Dank der Website habe ich jetzt zum ersten Mal die Texte gelesen – wundervolle, tiefgründige Poesie! Diese Zeile aus dem Song „OK“ hat mich sogleich berührt: Loving you means loving me (Dich zu lieben bedeutet mich zu lieben).

Schon mehrmals habe ich darüber geschrieben, wie eng wahre Liebe und Selbstliebe zusammenhängen. Manchmal gehe ich so weit zu sagen, dass wir niemanden wirklich lieben können, wenn wir uns selbst nicht lieben. Unter „wirklich lieben“ verstehe ich bedingungslose, vorbehaltlose, uneingeschränkte Liebe: Liebe ohne Forderungen und Erwartungen, ohne Vorbehalte, ohne Einschränkungen. Kein Liebesentzug, wenn der Partner sich gerade nicht so verhält, wie ich es gerne hätte. Keine Vorwürfe, weil er meinen – ach so berechtigten! – Forderungen nicht nachkommt. Keine Erwartungen, dass er mich auch genau so liebt, wie ich ihn.
Ein Idealbild der Liebe, ich weiss, übermenschlich. Natürlich erwarten wir zumindest, wiedergeliebt zu werden, und natürlich ist es im gewöhnlichen Alltag fast unmöglich, ohne Forderungen auszukommen. Aber ein Idealbild, nach dem wir streben sollten.

Wie? Indem wir an unserer Selbstliebe arbeiten. Wenn wir uns selbst lieben, sind wir nicht mehr so abhängig von der Liebe unseres Partners, das heisst: Eifersucht und Verlustangst verschwinden; wir hören auf, uns an Banalem zu stossen, also ob er den Hochzeitstag vergisst, den Müllsack schon wieder nicht hinausgetragen hat, mir schon ewig keine Blumen mehr geschenkt hat, alles Dinge, die wir gerne als mangelnde Liebe interpretieren…
Ich habe hier bewusst klischeehafte Beispiele gewählt, die ich allerdings stellvertretend für alle anderen „Fehler“ des Partners in dieser oder ähnlicher Form immer wieder höre. Gewiss ist es schön, wenn der Partner aufmerksam, hilfsbereit, kooperativ ist! Aber niemand ist perfekt, bestimmt hat er andere Tugenden – und auch ich meine Unzulänglichkeiten.
Denkt einmal darüber nach: Was werfe ich mir immer wieder vor? Mit welchen meiner Eigenschaften bin ich unzufrieden? Wann habe ich Schuldgefühle?
Solange ich meine eigene Unvollkommenheit nicht akzeptieren kann (und ich sage es nochmals: niemand ist vollkommen!), werde ich auch die Unvollkommenheit meines Partners nicht akzeptieren. Sobald ich mir selbst gegenüber nachsichtiger werde, werde ich es auch meinem Partner gegenüber sein.

Viele, wirklich viele Beziehungsprobleme liessen sich lösen (oder gäbe es erst gar nicht), wenn wir mit gleicher Intensität und Energie an unserer Selbstliebe arbeiten würden, wie wir in die Veränderung unseres Partners stecken.
Zur Erinnerung: Wir können nie einen anderen Menschen verändern, sondern nur uns selbst.

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Zitate von Sai Baba

Der indische Mystiker Satya Sai Baba, in Indien und auch bei uns sehr bekannt, ist am 24. April 2011 im Alter von 85 Jahren gestorben. Zu seinem Gedenken will ich heute einige seiner schönen und tiefen Aussagen zitieren.

Die Kerzen müssen im Innern des Menschen angezündet werden. Das ist wichtiger, als dies im Tempel zu tun.

Meerwasser ist salzig, wenn es direkt aus dem Meer genommen wird, und es kann mit Bücherweisheit verglichen werden. Flusswasser hat einen anderen Geschmack – es ist süss. Dieses Wasser kann man mit „Weisheit, durch Erfahrung erworben“ vergleichen. Die Weisheit, die durch Erfahrung euer eigen wird, ist höher zu bewerten als Bücherweisheit. Ihr könnt das Wissen, das ihr euch aus heiligen Büchern angeeignet habt, im täglichen Leben in die Praxis umsetzen und es dadurch in Weisheit verwandeln.

Ein Mann borgte sich Geld von einem anderen und versprach, es am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang zurückzugeben. Der andere Mann sagte: „Aber weisst du denn, ob die Sonne morgen auch wirklich aufgehen wird?“ Darauf erwiderte der Schuldner: „Kannst du denn sicher sein, dass ich morgen noch leben werde, um das Geld zurückzuzahlen, oder ob du noch leben wirst, um es in Empfang zu nehmen?“ Alles im Leben ist ungewiss.

Wenn ihr einem Menschen aus Liebe dient, könnt ihr jederzeit damit aufhören; aber wenn ihr Lohn dafür annehmt, seid ihr dazu verpflichtet, ob ihr wollt oder nicht. Gebt den Wunsch nach Entlohnung auf, dann seid ihr frei; wenn ihr sie annehmt, seid ihr gebunden. Das ist das Geheimnis selbstloser Pflichterfüllung.

Fühlen wir nicht Frieden, wenn ein Gedanke verebbt und kein anderer aufkommt? Ihr müsst diesen Augenblick suchen, eins mit ihm werden, darin zur Ruhe kommen; dort ist ununterbrochener Frieden. Gedanken entstehen und vergehen wie Kräuselwellen auf dem Wasser. Vergesst die Wellen, seht das Wasser.

Brütet niemals über die Vergangenheit. Wenn Kummer euch überkommt, erinnert euch nicht an ähnliche Vorkommnisse in der Vergangenheit, die euren Gram noch vergrössern. Erinnert euch statt dessen lieber an Augenblicke, in denen ihr glücklich wart. Gewinnt Trost und Kraft von solchen Erinnerungen und schwingt euch hoch über die wogenden Wellen des Leides.

Aus: Der Weg nach Innen (Herausgegeben von der Sathya Sai Vereinigung, 1993)

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Selbstveränderung stösst auf Ablehnung

Sobald wir beginnen, uns zu verändern, besonders wenn unser Selbstwertgefühl erstarkt und wir vermehrt wir selbst sind, versuchen viele Menschen unseres Umfelds uns zu sabotieren, gerade weil wir nicht mehr alles mit uns machen lassen, weil wir beginnen zu widersprechen und unseren eigenen Weg zu gehen. Wir bekommen dann Dinge zu hören wie: „Du hast dich verändert, aber nicht zu deinem Vorteil!“; „Was ist bloss los mit dir, warum bist du plötzlich so widerspenstig?“; „Du bist stur, kompromisslos, egoistisch.“ Sie versuchen uns das Leben schwer zu machen, indem sie unser Verhalten und damit uns selbst ablehnen, uns zu spüren geben, dass wir nicht mehr ihr „Liebkind“ sind, und sie meiden uns sogar.
Das ist eine Bewährungsprobe für unsere Selbstliebe: Wir müssen den Mut und die Kraft aufbringen, das durchzustehen, und keine Angst haben, die Liebe und Anerkennung geliebter Mitmenschen zu verlieren. Es sind hauptsächlich zwei Gründe, warum die anderen sich so verhalten: Der eine ist der pure Egoismus, weil wir natürlich nicht mehr so umgänglich sind, so leicht zu handhaben wie vorher. Der andere ist, dass wir ihnen ständig vor Augen führen, wie sie eigentlich auch sein möchten und sich nicht trauen; das treibt sie dazu an, uns in den Sumpf der gegenseitigen Abhängigkeit zurückzuholen und da zu behalten, wo sie auch drin stecken.

Doch wenn wir unseren Abhängigkeiten einmal entkommen sind, berührt uns all das nicht mehr. Wir erfreuen uns an unserem selbstbestimmten Leben und stehen über dem, was rund um uns geschieht. Und wir werden neue Freunde finden, die uns so akzeptieren, wie wir sind.

Manchmal machen wir jedoch noch eine andere Erfahrung. Zuerst stossen wir zwar auf Ablehnung – und da müssen wir durch! –, doch durch unsere Veränderung strahlen wir auch etwas aus, was auf die anderen wirkt, sodass sie sich dann ebenfalls ändern können. Das geschieht allein durch unser gutes Beispiel, wir brauchen sie nicht mit Worten zu überzeugen oder zu bekehren. Es ist das, was wir aussenden, was die Menschen verändert, und es ist diese die einzige Art, die Welt zu verwandeln: Ich ändere mich und strahle das in meinen ganz kleinen Umkreis aus – wenn jeder das tut, erlangen wir vielleicht eines Tages das Paradies auf Erden.

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