Über allem die Liebe

Mein neues Buch, der 3. Band der Sonnwandeln-Reihe, mit dem Titel „Über allem die Liebe“ ist soeben erschienen.

Sonnwandeln_Band_3

Über allem die Liebe
Sonnwandeln Band III
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-13-5
Paperback, 236 Seiten
EUR 19.00 / ca. CHF 25.00

Erhältlich in Buchhandlungen und Online-Shops.

Die göttliche Liebe trägt das Universum. Doch wie könnte sie in der Welt fliessen, wenn nicht von Wesen zu Wesen? In diesem Buch beleuchte ich Aspekte un­se­­rer unvoll­kommenen menschlichen Liebe.
Zuallererst geht es um die Selbstliebe, eine unabdingbare Voraus­setzung, wollen wir andere Menschen wahrhaftig lieben. Dann um die Liebe zu unserem Nächsten im Allgemeinen und zwischen Eltern und Kindern im Besonderen. Ein ganzes Kapitel widme ich auch der Paarbeziehung; ich zeige Wege auf zu einer dauerhafteren, glück­licheren Partnerschaft in be­din­gungsloser, uneigennütziger Liebe, jenseits von Er­war­tungen und Forderungen, Eifersucht und Verlust­angst, Macht­kämpfen und Ver­letzungen. Aber auch die leidvolle Tren­nung von geliebten Men­schen, sei es durch Verlassen oder Tod, und schliesslich die Einsamkeit sind ein wichtiges Thema.
Im Licht einer im gewöhnlichen Alltag gelebten Spiritualität stelle ich die Thematik, wie in all meinen Büchern, praxisbezogen dar und biete konkrete Empfehlungen, Anleitungen und wirksame In­stru­­men­te zur Selbst­veränderung.

Hier einige Leseproben.

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Neuauflage meiner Romane

Meine beiden spirituellen Romane, die ich um die Jahrtausendwende unter Pseudonym geschrieben hatte, sind inzwischen vergriffen. Deshalb habe ich mich entschlossen, sie als Softcover unter meinem richtigen Namen neu aufzulegen.

Ich empfehle euch, den „Jonathan“ zuerst zu lesen, da diese Hauptfigur auch in der Geschichte des Wanderers wieder eine Rolle spielt, aber chronologisch später.

Beide Bücher und die entsprechenden E-Books sind bereits im Buchhandel und in Online-Buchshops verfügbar.

Viel Freude bei der Lektüre dieser tiefsinnigen Romane!

Buchtitel_Jonathan Buchtitel_Wanderer

Jonathan von der Insel
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-09-8
Softcover, 160 Seiten
Format 12 x 19 cm
EUR 13.00

E-Book
ISBN 978-3-907091-11-1
EUR 9.49

–> weitere Infos

Der Wanderer im dunklen Gewand
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-10-4
Softcover, 164 Seiten
Format 12 x 19 cm
EUR 13.00

E-Book
ISBN 978-3-907091-12-8
EUR 9.49

–> weitere Infos

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Die Beziehung mit mir selbst

Sucht man nach Zitaten unter dem Stichwort „Selbstliebe“ oder „Eigenliebe“, so fällt auf, dass diese Begriffe früher mit Egoismus gleichgesetzt wurden, vor allem in einem religiösen Zusammenhang. Zwei Beispiele:

Nichts bewahrt uns mehr vor dem Hochmut und der Eigenliebe als die ununterbrochene Gemeinschaft des Kreuzes Jesu.
Friedrich Christoph Oetinger (1702 –1782)

Selbsterkenntnis ist ein unfehlbares Mittel gegen Selbstliebe.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)

Erst in jüngster Zeit verstehen wir Selbstliebe als eine positive Eigenschaft eines Menschen und haben erkannt, dass es dabei um unsere Beziehung mit uns selbst geht – so wie es bei der Liebe für andere Menschen um unsere Beziehung mit ihnen geht.

Fragen wir uns, wie wir uns selbst lieben können und sollen? Schauen wir doch einfach, wie die Beziehung mit einem von uns geliebten Menschen sich äussert und übertragen es auf unsere Beziehung mit uns selbst (ich nenne ihn hier Aimé – französisch für „geliebt“; ersetze du beim Lesen „Aimé“ durch den Namen eines Menschen, den du liebst).

Dabei geht es vor allem um die folgenden Aspekte:
Respekt: Ich respektiere Aimé, seine Eigenart, seine Entscheidungen, seine Selbstverantwortung für sein Leben –> Ich respektiere mich selbst, akzeptiere meine Eigenart, nehme mir das Recht auf meine eigenen Entscheidungen für mein Leben als selbstverantwortlicher Mensch.
Wertschätzung: Ich schätze Aimé als menschliches Wesen, unabhängig von seinen Eigenschaften und seinem Verhalten –> Ich schätze mich selbst als menschliches Wesen, einfach weil ich bin, unabhängig davon, wie ich bin und was ich tue; ich werte micht nicht ab wegen „schlechter“ Eigenschaften oder fehlender Fähigkeiten.
Vergebung: Meiner Liebe für Aimé wohnt die Kraft inne, ihm „Fehler“ und Unzulänglichkeiten zu verzeihen, da er, wie alle Menschen, nicht perfekt ist –> Ich verzeihe mir alle meine „Fehler“, die vergangenen ebenso wie die künftigen, die mir immer wieder passieren werden, da ich nicht vollkommen bin, es nicht sein kann und nicht sein muss; meine weniger guten Eigenschaften und sogenanntenn Schwächen akzeptiere ich ebenfalls als einen Teil von mir und verurteile mich nicht deswegen.
Vertrauen: Ich bringe Aimé ein grundlegendes Vertrauen entgegen –> Ich vertraue mir selbst, meinen Entscheidungen, meiner inneren Stimme, dem, was ich für mich als richtig spüre, und handle entsprechend.
Bedingungslosigkeit: Ich liebe Aimé nicht weil… Ich brauche keinen Grund, um ihn zu lieben, ich liebe ihn einfach –> Ich brauche keinen Grund, um mich selbst zu lieben, und es gibt nichts, gar nichts, was mich daran hindern soll, ich habe keine Vorbehalte, weil ich doch nicht so perfekt bin, dieses und jenes falsch mache…

Abschliessend eines meiner Lieblingszitate zum Thema Liebe und Selbstliebe:

Wer sich selbst nicht auf die rechte Art liebt, kann auch andere nicht lieben.
Robert Musil

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Konkurrenzdenken und Wettkampf

Vor einigen Tagen habe ich mich mit einer Freundin über diejenigen Männer unterhalten, die alles im Leben als einen Wettkampf empfinden. Gegen andere oder gegen sich selbst. Angefangen beim Sporttraining, egal ob im Fitnessstudio allein an den Maschinen oder in einer Gruppe beim Jogging, über Berufliches, wo sie immer die besten sein müssen, jeden als Konkurrenten betrachten und gereizt bis aggressiv reagieren, wenn man ihre Kompetenz oder Leistung einmal auch nur im Leisesten in Frage zu stellen wagt, bis zu ihrer Position innerhalb der Familie, die sie gegenüber der Frau und den Kindern in einem Machtkampf verteidigen.
In beinahe jeder Lebenssituation finden sie Konkurrenten, jemanden an dem sie sich messen, und beinahe jede Situation wird zu einem Wettkampf – zu einem ernsten, bei dem es immer um alles zu gehen scheint. Darum sind sie auch schlechte Verlierer, sogar bei einem harmlosen Brettspiel wie „Mensch ärgere dich nicht“, und ertragen es nicht, wenn die anderen mehr Würfelglück haben oder cleverer spielen.
Ich habe von Männern gesprochen, weil ich selbst nur Männer mit dieser Eigenschaft kenne, es betraf auch meinen eigenen früheren Partner. Aber ich bin davon überzeugt, dass es auch solche Frauen gibt.

Meine Freundin meinte, das liege halt in den Genen: Die Männer waren diejenigen, welche die Höhle und die Frauen und Kinder verteidigen mussten, gegen wilde Tiere und feindliche Stämme kämpften, und deshalb zuerst einmal in allem und jedem einen Feind vermuteten – vermuten mussten, denn diese Möglichkeit ausser Acht zu lassen, konnte tödlich enden. Während die Frauen diesen Kampfgeist nicht entwickeln mussten.

Das trifft bestimmt zu, zumindest teilweise, weiss man heute doch, dass mehr auf genetischem Weg weitergegeben wird, als man noch vor ein, zwei Jahrzehnten dachte. Dennoch halte ich – in unserer heutigen Kultur und Gesellschaft – dieses Konkurrenzdenken und diese Kampfbereitschaft für einen Ausdruck mangelnden Selbstwertgefühls, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Sie müssen, anderen aber auch sich selbst, laufend ihren Wert beweisen. Sie fürchten einerseits das (entwertende) Urteil von Mitmenschen, weshalb sie sich ständig an ihnen und foglich mit ihnen messen, und ausschliesslich als Sieger aus der „Konfrontation“ herausgehen wollen. Andrerseits fühlen sie sich so unsicher, was ihren Wert betrifft, dass sie sich selbst immer wieder beweisen müssen, dass sie wertvoll sind, sei es beim Sport, im Beruf oder in der Partnerschaft und Familie.
Bei Frauen äussert sich diese Art mangelnden Selbstwertgefühls eher in einem Vergleich der Schönheit, schlanken Figur, modischen Bekleidung – das Leiden des Weniger-gut-sein-als-andere ist jedoch das Gleiche. Und der Kampf um glänzendes Haar und ein faltenloses Gesicht nicht minder aufreibend.

Deshalb will ich abschliessend nur sagen: Hört auf, euch mit anderen zu vergleichen und euch an ihnen zu messen – egal, welche Eigenschaften es betrifft. Jeder Mensch ist einzigartig und unabhängig von seinem Äusseren, seinen Eigenschaften, seiner Leistung immer gleich viel wert. Und unabhängig davon, was er tut. Bewahrt euch eure Selbstachtung und Würde, indem ihr euch nicht auf Konkurrenzkämpfe einlässt.

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Das bin nicht ich!

Ein junger Mann, ich nenne ihn Florian*, erzählte mir neulich die Geschichte seiner Liebesbeziehung, die vor einer Weile zu Ende gegangen war. Beiderseits eine Reihe von Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, von Fehlinterpretationen und Missverständnissen, die auf zu wenig Offenheit beruhten, von Beschuldigungen und Vorwürfen, von empfundener Ablehnung und gegenseitigem Sichbrauchen, vom Projizieren der eigenen Probleme auf den Anderen – vor allem aber der verzweifelte Versuch zweier Menschen mit zu wenig Selbstwertgefühl im Partner den Rettungsanker zu sehen.
Florian hat seine Beziehung sehr gründlich und bemerkenswert realistisch analysiert und viel daraus gelernt. Ich stimmte ihm in vielem zu, was er erkannt hat.
Eine sich wiederholende Aussage von ihm hat mich aber aufhorchen lassen. Wenn er jeweils erzählte, wie ungerecht er seine Partnerin behandelte, wie er ihr eine Eifersuchtsszene machte, ständig an ihr herummäkelte, sich mit gemeinen Sprüchen dafür rächte, wenn er sich verletzt fühlte, ergänzte er: „Aber so bin ich nicht. Das ist nicht der wahre Florian.“ Oder: „Ich war nicht ich selbst, als ich das gesagt habe.“ Oder: „Das fühlte sich nicht nach meinem wahren Ich an.“

Doch. Alles war Florian. Der wahre Florian besteht aus den guten und den schlechten Eigenschaften, wie wir alle. Sonst könnten wir nicht einmal so und einmal so sein. Wir können es Seele und Ego nennen oder höheres und niederes Selbst, aber beide gehören zu uns.

Solange wir einen Teil von uns, den wir für den „schlechten“ halten, nicht akzeptieren, können wir ihn auch nicht verändern und nach und nach loslassen. Zuerst geht es nämlich immer darum, uns zu lieben, wie wir sind.
Dann können wir anfangen, die Eigenschaften an uns, die wir als negativ betrachten, in die positiven zu verwandeln. Dabei brauchen wir es uns niemals vorzuwerfen, wenn der „böse“ Teil gerade im Vordergrund steht: Schauen wir ihn an, nehmen ihn zur Kenntnis, akzeptieren ihn. Dagegen anzukämpfen, ist hoffnungslos. Vielmehr müssen wir einfach die guten Eigenschaften in uns fördern und versuchen, uns neue gute Eigenschaften anzueignen. So überlagern diese nach und nach die schlechten.
Dabei ist es nützlich zu erkennen, wie viele unserer Verhaltensweisen mit mangelnder Selbstliebe zusammenhängen. Arbeiten wir konsequent und beharrlich am Aufbau oder an der Stärkung unseres Selbstwertgefühls und unserer Selbstliebe, so verschwinden mit der Zeit die schlechten Eigenschaften. Es kommt nicht so sehr darauf an, welches „Symtpom“ mangelnder Selbstliebe wir gerade ins Visier nehmen und uns dabei um eine Veränderung bemühen, denn alle hängen zusammen: Ändern wir eine Eigenschaft, so verändern sich andere mit. Diese Methode, an uns zu arbeiten, habe ich ausführlich in meinem Buch „Ich liebe mich selbst und mache mich glücklich beschrieben.“

* Name aus Diskretionsgründen geändert.

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Was Frauen (und Männer) sich antun

„Ich hätte nie geglaubt, dass Karl mich schlagen könnte. Ich hätte auch nie geglaubt, dass der Ätna nochmal ausbricht. Ich hätte nie geglaubt, dass mir so was passieren könnte. Ich hätte nie geglaubt, dass jemand auf den Papst schiesst. Ich glaubte es selbst dann noch nicht, als ich mein Blut schmeckte.
Es gab keinen Anlass. Wir waren auf einer Party gewesen. Ich hatte jede Menge Spass, und als wir draussen auf der Strasse waren, langte er mir eine. Ich hab nicht mal gesehen, wie er ausholte, nur dass plötzlich seine Faust in meinem Gesicht war.
Der Schmerz spielt keine Rolle. Im Moment, da er dich schlägt, vergisst du, es schmerzhaft zu finden. Ich stand da, wir standen da, ich neben mir, betrachtete den Schlamassel und versuchte zu ergründen, was vorgefallen war.
Ein Irrtum, das war schon mal klar. Dieses Vorkommnis war für jemand anderen gedacht, für ein anderes Paar, nicht für uns. Ich konnte nicht begreifen, dass eine dieser Hände, dass dieser Mann mich geschlagen hatte, das gehörte nicht in meine Ehe.
Zu Anfang verdrängst du schnell. Ich steckte diesen Schlag ein und leugnete ihn sofort, ein Ausrutscher, ach was, ein schlimmer Traum. Er würde so was niemals tun, das ist überhaupt nicht passiert. Lass uns nach Hause gehen und so tun, als sei nichts gewesen.
Am nächsten Tag entschuldigte er sich. Er grämte sich so sehr, dass er mir schon wieder leid tat. Das machen sie immer, die Schläger: Sie entschuldigen sich, um ihre eigene Welt in Ordnung zu bringen, nicht die des Opfers.
Entweder geht man nach dem ersten Schlag – oder nie. Aber den Rat kann dir keiner geben, weil du dich schämst und schweigst.
[…]
Du denkst, der Ätna ist einmal ausgebrochen, jetzt wird er Ruhe geben. Auf den Papst schiesst keiner ein zweites Mal. Dein Mann wird eines Tages voller Zerknirschung daran denken, wie er ein einziges Mal im Leben die Kontrolle verloren hat.
So stellst du dir das vor und versuchst, es ihm recht zu machen. Bis die zweite Überraschung ranfliegt, mitten in die Fresse.
[…]
Das Schlimme ist, dass du irgendwann den Horizont verlierst. Er prügelt, aber er bringt dich dazu zu glauben, er sei im Recht und es sei deine Schuld, dass es eine Scheissehe ist. Er sagt, du musst dich ändern, dann wird alles wieder gut.
Wenn ich glaubte, erkannt zu haben, was Karl störte, stellte ich es ab. Ich traf mich nicht mehr mit den Freunden, die er hasste, ging kaum noch alleine weg, äusserte bestimmte Meinungen so lange nicht mehr, bis ich selber davon überzeugt war, sie seien falsch.
Irgendwann hatte er mich so weit, dass ich es nicht wagte, im Restaurant zu bestellen, aus Angst der Kellner könnte mich anlächeln. Ich schminkte mich nicht mehr, ich lief in Sack und Asche durch die Gegend.
[…]
Alles bist du bereit zu tun oder zu lassen, je nachdem wie er es will, um nicht öffentlich bekennen zu müssen, wie dein Leben aussieht.
Ich dachte, ich kann ihn ändern, wenn ich mich selber ändere. Ich machte mich für alles verantwortlich und fühlte mich für alles schuldig.
Wenn er Ärger im Job hatte, fühlte ich mich schuldig.
Wenn er vergass, mir zum Geburtstag zu gratulieren, fühlte ich mich schuldig.
Wenn er mich anschrie, ich triebe es hinter seinem Rücken mit Türken und Farbigen, fühlte ich mich schuldig.
Wenn ich das Rohypnol entdeckte, das er angeblich nicht mehr nahm, fühlte ich mich schuldig.
Er hatte es als Kind nicht leicht gehabt: Ich fühlte mich schuldig.
Wegen Eva musste Adam aus dem Paradies: Ich fühlte mich schuldig.
Schuldig und wert, bestraft zu werden.
Ich schrumpfte auf einen Punkt.“

Diese treffende Schilderung einer Frau stammt aus dem Roman „Die dunkle Seite“ von Frank Schätzing.

Prügelnde Männer gibt es, auch wenn sie ganz bestimmt nicht in der Mehrheit sind.
Menschen, Männer und Frauen, die uns stets glauben machen wollen, wir seien Schuld an allem, was ihnen zustösst oder nicht passt, gibt es schon wesentlich mehr.
Und noch mehr Menschen, Männer wie Frauen, gibt es, die sich selber stets für alles verantwortlich und schuldig fühlen.
Der Chef hat schlechte Laune? – Bestimmt habe ich etwas falsch gemacht.
Die Verkäuferin ist unfreundlich? – Sie mag mich nicht, weil ich so dick bin.
Die Bedienung im Restaurant übersieht mich? – Weil ich so unbedeutend und unscheinbar bin.

Nein! Wenn der Chef schlechte Laune hat, die Verkäuferin unfreundlich ist, die Bedienung im Restaurant unaufmerksam: Was auch immer der Grund dafür ist, mit mir hat es nichts zu tun.
Selbst dann, wenn ich in den Augen dieser Menschen die Ursache bin, so brauche ich mich nicht schuldig zu fühlen. Sie messen nämlich immer mit ihren eigenen Massstäben, bewerten nach ihren eigenen Kriterien – das ist jedoch nicht die absolute Wahrheit!

Sich selbst lieben bedeutet auch: Sich niemals etwas vorwerfen.
Aufrichtig hinschauen: ja. Erkennen, dass wir etwas nicht so gut gemacht haben: ja. Uns vornehmen, es das nächste Mal besser zu machen: ja.
Aber immer ohne Selbstvorwürfe und Schuldgefühle.

Denkt daran, dass ihr niemals die Verantwortung trägt für mündige, erwachsene Menschen. Auch wenn sie euch vorwerfen: „Wegen dir geht es mir schlecht.“ – „Weil du das und das getan hast, bin ich ins Elend gestürzt.“

Nehmt euch jetzt gleich vor: Ich fühle mich nie wieder schuldig.

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Ich brauche dich!

Unser Partner mag es als Liebesbezeugung verstehen, wenn wir zu ihm sagen: „Ich brauche dich!“ Es kann zudem sein Selbstwertgefühl steigern, er empfindet sich als wichtig – und es vermittelt ihm vielleicht nicht zuletzt auch das Gefühl einer gewissen Macht.

In Wahrheit ist es keine Bezeugung von Liebe, sondern von Bedürftigkeit. Diese stammt von einem Mangel an Liebe, sei es, dass wir in der Kindheit nicht genug davon bekommen haben, sei es, dass sie uns als Erwachsener versagt geblieben ist.
Vor allem zeugt Liebesbedürftigkeit von einem Mangel an Selbstliebe und verhindert ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Sind wir nämlich auf die Liebe des anderen angewiesen, werden wir stets alles tun, um diese Liebe zu bekommen und nicht zu verlieren, bis dahin, uns selbst untreu zu werden. Und falls unser Partner unser Dürsten nach Zuwendung erkennt und unsere Abhängigkeit ausnutzt, wird er uns erst recht in allerlei Situationen und Handlungen treiben, die wir in unserem Innersten überhaupt nicht wollen. Glücklich werden wir dabei bestimmt nicht.

Ich weiss, es ist sehr schwierig, diese Abhängigkeit unseres Herzens zu überwinden. Aber glaubt mir, dass es wichtig ist und es sich lohnt, daran zu arbeiten, denn Bedürftigkeit des einen oder gar beider Partner, mit ihren Verlustängsten, ihrer Eifersucht, Abhängigkeit und ihren Machtspielen, ist keine Basis für eine gute, dauerhafte Liebesbeziehung.

Auch wenn wir meinen, nur ein Mensch – nämlich unser gegenwärtiger Partner – könne unseren Liebeshunger stillen, so ist es dennoch einzig die Selbstliebe, die uns wirklich sättigen kann und die auch nie versiegt. Setzt eure Willenskraft und all euren Mut dafür ein, eure Selbstliebe aufzubauen und zu stärken. Auf dieser Website und in meinem Buch zu diesem Thema findet ihr Anregungen und Hinweise, wie ihr das schaffen könnt.

Und wie glücklich werdet ihr sein, wenn ihr eines Tages eurem Partner sagen könnt:
„Ich brauche dich nicht. Aber es ist schön, dass es dich gibt, und ich geniesse jeden Moment, in dem wir zusammen sind.“
Und dazu noch denkt: „Auch jeden, in dem wir nicht zusammen sind.“

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Lebensmüde

„Fast immer weiss man innerhalb der ersten zwei Wochen, ob eine Ehe funktionieren wird. Es ist erstaunlich, wie viele Leute über Jahre, gar Jahrzehnte, in einem sich hinziehenden gegenseitigen Zustand der Selbsttäuschung und falscher Hoffnung gefangen bleiben…“, sagt eine Frau im Roman „And the Mountains Echoed“ von Khaled Hosseini (deutsche übersetzung dieser Textpassage aus dem Englischen von mir).

Tatsächlich verharren manche Menschen in einer unglücklichen Liebesbeziehung oder in einer anderen bedrückenden Lebenssituation, obwohl sie im Grunde wissen, dass es keine Hoffnung auf eine Verbesserung gibt. Aber sie finden den Mut nicht, sich daraus zu befreien.

In dieser Lage, in der sich Menschen hoffnungslos und ohnmächtig zugleich fühlen, verlieren sie die Lebensfreude – sie werden im wahren Sinne des Wortes lebensmüde. In den letzten Jahren konnte ich dies bei mehreren Menschen in meinem Umfeld beobachten und davon erzähle ich euch heute.
Ich will vorausschicken, dass es nie um objektive Gründe geht. Eine Situation, in welcher der eine absolut unglücklich ist, kann für einen anderen durchaus erträglich oder sogar angenehm sein. Deshalb dürfen wir als Aussenstehende die jeweile Lage niemals bewerten – das einzige, was zählt, ist, wie der Betroffene sich fühlt.

In der milderen Form äusserst sich diese Lebensmüdigkeit buchstäblich in Müdigkeit. Ich selbst erlebte es im Alter von etwa 19 Jahren, als ich mich in einer Beziehung befand, die mich nicht erfüllte. Damals war ich naiv und unwissend und realisierte nicht, dass mein ständiger Wunsch zu schlafen – tagsüber in meiner Freizeit, die ich eigentlich mit meinem Freund hätte verbringen sollen – nichts anderes ausdrückte als meine Müdigkeit mit der Situation.
Das gleiche Phänomen ist mir bei zwei Frauen Mitte 30 aufgefallen, die beide in einer schwierigen Ehe steckten. Bei der einen erzählte mir ihr Ehemann davon: „Sie hat ja nun wirklich keinen anstrengenden Job und nur halbtags. Aber wenn ich am Abend nach Hause komme, ist sie lustlos, müde. Auch am Wochenende verbringt sie die meiste Zeit mit Schlafen.“ Er bemühte sich erfolglos sie „wachzurütteln“, indem er Ausflüge und Ferien plante, sie zum Ausgehen motivieren wollte. Mir war klar, dass sie mit ihm nicht glücklich war – obwohl er ein lieber, einfühlsamer Mann ist, so ist er doch eher einfältig und ihr intellektuell weit unterlegen, sie konnte mit ihm nicht über Gott und die Welt diskutieren, was ihr sehr wichtig gewesen wäre. Inzwischen hat der Mann sich von ihr getrennt, und beiden geht es jetzt wesentlich besser.
Die andere Frau, die ihre Freizeit hauptsächlich schlafend verbrachte, befand sich mit ihrem Mann in einer ähnlichen Situation, wobei es bei ihr eher darum ging, dass er verschlossen war und ihr nie erzählte, was ihn gerade beschäftigte, obwohl sie ihm anmerkte, dass etwas nicht stimmte. Die Frau trennte sich von ihm, lebte einige Jahre allein, und nach einer längeren Paartherapie haben die beiden inzwischen wieder zusammengefunden.

Zwei Männer kenne ich ich, bei denen die Unzufriedenheit mit ihrer Lebenssituation in eine tiefe Depression führte. Bei beiden waren die Hintergründe sowohl auf den Beruf als auch auf die Liebesbeziehung zurückzuführen. Der eine sagte einmal zu mir, nachdem er sich von seiner Partnerin getrennt und die Arbeitsstelle gewechselt hatte und wieder mit Freude lebte: „In jener Zeit ging ich manchmal über die Strasse und dachte, dass es mir egal, fast willkommen wäre, wenn mich jetzt ein Auto überführe.“

Alle diese Geschichten zeigen, wie Menschen in unglücklichen Lebensumständen sich gewissermassen selbst aufgeben. Obwohl ihre Situation alles andere als aussichtslos ist, empfinden sie diese so und fühlen sich ohnmächtig, weil sie den Mut, die Kraft nicht haben, etwas zu ändern.

Es ist immer schwierig, einen entscheidenden Schritt in eine ungewisse Zukunft zu wagen. Aber ich will euch einmal mehr ermutigen, euer Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und zitiere einmal mehr eine meiner liebsten Lebensweisheiten:

Ich verändere, was ich verändern kann; ich akzeptiere mit Gelassenheit, was ich nicht verändern kann; und ich bemühe mich aufrichtig darum, das eine vom anderen zu unterscheiden.

(Siehe zu diesem Thema auch meinen Artikel „Ängste statt Wünsche?“ auf meiner Website Karma Yoga.)

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Liebe, Paarbeziehung und Selbstliebe

Fragt man einen Mann oder eine Frau, warum er/sie sich in den jeweiligen Partner verliebt habe, erhält man alle möglichen Antworten, von „schönen Augen“ über „sexy“ bis zu „einfach Liebe auf den ersten Blick“. Alles Erklärungen, die wir uns zurechtbasteln.
In Wahrheit beruht unser Paarungsverhalten offenbar auf dem Geruch wie bei vielen Tieren, obwohl wir diesen nicht bewusst wahrnehmen. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass wir uns von demjenigen Partner angezogen fühlen, der sich genetisch stark von uns selbst unterscheidet, weil dadurch die grösstmögliche Gesundheit der Nachkommen gewährleistet ist. (Eine kurze Erläuterung dazu findet ihr auf Wikipedia).

Bei Männern kann ich es schlecht beurteilen, aber bei Frauen ist es mir schon oft aufgefallen: Wenn eine Frau im gebärfähigen Alter ist und sich ein Kind wünscht, wählt sie den Partner offenbar instinktiv im Hinblick auf die Kinder, wie oben erwähnt, und nicht gemäss den Eigenschaften, die für sie persönlich zu einer guten Paarbeziehung beitragen. Oder habt ihr euch nicht auch schon darüber gewundert, wieso „diese Frau“ mit „diesem Mann“ zusammen ist?
Später, wenn die gesunden Nachkommen auf der Welt sind, beginnt die Frau dann all das zu vermissen, was für sie zu einer befriedigenden Partnerschaft gehört – oder allgemeiner ausgedrückt, zu einem befriedigenden Leben. Je nachdem wie stark ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstliebe sind, geht sie unterschiedlich damit um: Sie bleibt, nicht selten der Kinder zuliebe, bei ihrem Mann, gestaltet sich aber ihr eigenes Leben nach ihren Vorstellungen; oder sie wählt den vermeintlich einfachsten Weg, trennt sich und sucht sich einen neuen Partner, den sie für geeigneter hält; oder sie traut sich nicht, etwas an ihrem Leben zu ändern, vielleicht auch aus religiösen oder moralischen Überzeugungen oder weil sie so erzogen wurde oder weil ihr Mann zu dominant ist, und leidet zunehmend unter der Situation.

Ich erzähle euch jetzt von zwei Frauen, die offenbar einen Mann geheiratet haben, der wahrscheinlich genetisch, nicht aber bezüglich der anderen Werte zu ihnen passte, und wie sie damit umgegangen sind. Bewusst enthalte ich mich eines Kommentars, es geht nicht darum die Eigenschaften des einen gegen diejenigen des anderen Partner zu beurteilen, denn jeder hat das Recht, auf seine Weise glücklich zu sein – das Problem besteht ja lediglich darin, dass zwei unterschiedliche Charaktere und Lebensauffassungen aufeinander prallen.

Jeanine* ist eine lebensfrohe, temperamentvolle, extrovertierte, emotionale, vielseitig interessierte Frau. Ihr Mann ruhig, wortkarg, geizig mit sich selbst und anderen, er legt keinen Wert auf Genuss und Vergnügen, er braucht nichts weiter als seine Frau und die beiden Kinder und seinen Beruf im sozialen Bereich.
Die beiden waren erst wenige Jahre verheiratet, die beiden Kinder schon da, als Jeanine eine Affäre mit einem anderen Mann begann. Als die Geschichte aufflog, beendete sie sie. Drei Jahre später verliebte sie sich ernsthaft in einen anderen Mann und beschloss, es ihrem Ehemann zu gestehen. Sie sagte ihm, dass sie die Familie nicht verlassen wolle, aber auch nicht auf die aussereheliche Beziehung verzichten. Ihr Ehemann akzeptierte es – ob aus selbstkritischer Einsicht, dass seine Frau es für ihr Glück einfach brauchte, oder aus Angst, sie ganz zu verlieren, weiss ich nicht.

Silvia* war schon über zwanzig Jahre mit ihrem Mann verheiratet, als sie durch neue Freunde erst auf die Erkenntnis kam, dass sie sich ihm während der ganzen Ehe völlig unterworfen und ihre eigene Persönlichkeit aufgegeben hatte – weil sie so erzogen worden war, erzählte sie mir. Sie hatte überhaupt kein Eigenleben geführt, war ununterbrochen mit ihm zusammen, machte, was er wollte, und hatte auf ihre individuellen Bedürfnisse und Neigungen vollständig verzichtet; sie lebte die Erwartungen, die er in sie setzte, sagte sie, und diese Selbstverleugnung führte dazu, dass sie missmutig, zynisch, unausstehlich wurde. Denn vom Charakter her sind die beiden ähnlich verschieden wie die oben beschriebene Jeanine und ihr Mann. Er nimmt sie kaum wahr, es findet kein Austausch zwischen den beiden statt, er versteht ihre Begeisterungsfähigkeit für das Schöne nicht.
Nach dieser Erkenntnis und unter dem sanften Druck dieser Freunde begann sie langsam, sich harmlose Freiheiten herauszunehmen. Und wenn ich harmlos sage, dann meine ich es! Sie chattete beispielsweise in einem Internet-Forum und weigerte sich, ihrem Mann den Chat zu zeigen – was er überhaupt nicht goutierte.
Als sie letzte Weihnachten auf seine Frage, was sie sich wünsche, antwortete: „Eine neue Spülmaschine“, meinte er lakonisch: „Die alte tuts doch noch“ – obwohl sie eine Menge Macken hatte und keinen sauberen Dienst mehr tat. Sie nahm all ihren Mut zusammen und kaufte selbst eine neue, von ihrem eigenen Geld wohlverstanden, denn sie ist berufstätig und verdient gut.
Sie will sich von ihrem Mann nicht trennen, noch nicht, wie sie sagt, sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich etwas ändern könnte…

Wie ich weiter oben sagte: Unser Selbstwertgefühl ist massgeblich dafür verantwortlich, wie wir mit unbefriedigenden Lebenssituationen umgehen. Ob wir den Mut haben, etwas daran zu ändern – in welcher Art auch immer – oder nicht, ob unsere Angst vor der Zukunft, vor dem Alleinsein, vor der Veränderung uns daran hindert. Aber auch ob wir stark genug sind, in der schwierigen Lage so zu uns selbst zu stehen, dass wir uns auch darin verwirklichen und glücklich werden können.

* alle Namen aus Diskretionsgründen geändert

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Loving you means loving me

Mein Bruder Bruno ist Musiker. Hauptberuflich Gitarrenlehrer am Gymnasium, hat er immer auch mit verschiedenen Gruppen musiziert und Konzerte gegeben, in mehreren Stilrichtungen.
Seit einiger Zeit spielt er zusammen mit einem anderen Gitarristen und einer Sängerin in einem Trio, das sich Singer’s Tale nennt. Alle Titel sind Eigenkompositionen. Auf der Website von Singer’s Tale könnt ihr den Song „OK“ hören, aus dem diese Zeile „Loving you means loving me“ stammt. Zudem den Song „Come into play“, der für mich einer der schönsten Songs ist, den ich kenne, vergleichbar mit Titeln von Enya, Katie Melua oder Patricia Kaas.

Dank der Website habe ich jetzt zum ersten Mal die Texte gelesen – wundervolle, tiefgründige Poesie! Diese Zeile aus dem Song „OK“ hat mich sogleich berührt: Loving you means loving me (Dich zu lieben bedeutet mich zu lieben).

Schon mehrmals habe ich darüber geschrieben, wie eng wahre Liebe und Selbstliebe zusammenhängen. Manchmal gehe ich so weit zu sagen, dass wir niemanden wirklich lieben können, wenn wir uns selbst nicht lieben. Unter „wirklich lieben“ verstehe ich bedingungslose, vorbehaltlose, uneingeschränkte Liebe: Liebe ohne Forderungen und Erwartungen, ohne Vorbehalte, ohne Einschränkungen. Kein Liebesentzug, wenn der Partner sich gerade nicht so verhält, wie ich es gerne hätte. Keine Vorwürfe, weil er meinen – ach so berechtigten! – Forderungen nicht nachkommt. Keine Erwartungen, dass er mich auch genau so liebt, wie ich ihn.
Ein Idealbild der Liebe, ich weiss, übermenschlich. Natürlich erwarten wir zumindest, wiedergeliebt zu werden, und natürlich ist es im gewöhnlichen Alltag fast unmöglich, ohne Forderungen auszukommen. Aber ein Idealbild, nach dem wir streben sollten.

Wie? Indem wir an unserer Selbstliebe arbeiten. Wenn wir uns selbst lieben, sind wir nicht mehr so abhängig von der Liebe unseres Partners, das heisst: Eifersucht und Verlustangst verschwinden; wir hören auf, uns an Banalem zu stossen, also ob er den Hochzeitstag vergisst, den Müllsack schon wieder nicht hinausgetragen hat, mir schon ewig keine Blumen mehr geschenkt hat, alles Dinge, die wir gerne als mangelnde Liebe interpretieren…
Ich habe hier bewusst klischeehafte Beispiele gewählt, die ich allerdings stellvertretend für alle anderen „Fehler“ des Partners in dieser oder ähnlicher Form immer wieder höre. Gewiss ist es schön, wenn der Partner aufmerksam, hilfsbereit, kooperativ ist! Aber niemand ist perfekt, bestimmt hat er andere Tugenden – und auch ich meine Unzulänglichkeiten.
Denkt einmal darüber nach: Was werfe ich mir immer wieder vor? Mit welchen meiner Eigenschaften bin ich unzufrieden? Wann habe ich Schuldgefühle?
Solange ich meine eigene Unvollkommenheit nicht akzeptieren kann (und ich sage es nochmals: niemand ist vollkommen!), werde ich auch die Unvollkommenheit meines Partners nicht akzeptieren. Sobald ich mir selbst gegenüber nachsichtiger werde, werde ich es auch meinem Partner gegenüber sein.

Viele, wirklich viele Beziehungsprobleme liessen sich lösen (oder gäbe es erst gar nicht), wenn wir mit gleicher Intensität und Energie an unserer Selbstliebe arbeiten würden, wie wir in die Veränderung unseres Partners stecken.
Zur Erinnerung: Wir können nie einen anderen Menschen verändern, sondern nur uns selbst.

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