Sehnsucht nach Liebe

Wir Menschen sehnen uns danach, geliebt zu werden – und auch zu lieben.
Aber jede Sehnsucht nach Liebe ist in Wahrheit Sehnsucht nach sich selbst. Nach dieser allesdurchdringenden Selbstgeborgenheit, diesem Gefühl inneren Friedens, einer tiefen Selbstzufriedenheit, dem wahren Selbstbewusstsein, nach dem Kontakt zur eigenen Seele und dem Eingehülltsein in die eigene Liebe für sich selbst.
Weil es so schwer für uns Menschen ist, das in uns zu finden, richten wir uns nach aussen, projizieren unsere Sehnsucht nach uns selbst auf andere Menschen, und die grosse Liebe, die wir bedingungslos zu verschenken hätten, machen wir abhängig davon, dass man uns liebt, uns die Geborgenheit und vieles mehr gibt, das wir in uns selbst (noch) nicht gefunden haben.

Missversteht mich nicht: Lieben – egal wie unvollkommen unsere Liebe auch ist – ist immer besser als nicht lieben!
Noch besser ist es, uns dabei wenigstens bewusst zu sein, dass wir in der Liebe zum Geliebten im Grunde genommen die Liebe zu uns selbst suchen. Stellen wir uns beispielsweise ganz aufrichtig folgende Fragen:
• Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich die Liebe, Geborgenheit und mehr, die er/sie mir gibt?
• Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich das schöne Gefühl, das ich in mir spüre, dadurch dass ich jemanden liebe (Schmetterlinge im Bauch usw.)?
• Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich das Gebrauchtwerden, die Abhängigkeit des/der Geliebten und Ähnliches?
• und weitere Fragen dieser Art.

Nochmals: Es ist nichts dagegen einzuwenden, jemanden zu lieben, weil er uns liebt, weil wir unsere überfliessende Liebe jemandem schenken wollen. Nicht einmal wenn wir jemanden lieben aus Gewohnheit, weil wir nicht allein sein wollen…
Nur sollten wir uns dessen ehrlicherweise bewusst sein.
Und uns fragen: Liebe ich mich selbst auch so, wie ich den Geliebten liebe? Ein Ja zur Antwort ist nur ehrlich, wenn ich auch ohne den Geliebten genau so glücklich wäre, ihn nicht vermissen würde, wenn er mich nicht liebte.
Und uns bewusst sein: Einen anderen Menschen können wir nur wirklich lieben, wenn wir uns selbst lieben.

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32 Gedanken zu “Sehnsucht nach Liebe

  1. Ich sitze hier grade, weine und habe gegoogelt:
    Sehnsucht nach Liebe
    Weil ich einfach so sehr traurig bin dass eine Beziehung zu Ende ging. Und ich ihn oder auch diese Gefühle dir er in mir ausgelöst hat so sehr vermisse.
    Ich kann das auch ganz schwer bei jemandem anderen empfinde..also ich date auch Männer, diese tun auch viel für mich aber ich habe so grosse Angst wieder verletzt zu werden.

    Das hängt alles so eng zusammen und macht mich völlig fertig.
    Und ich finde einfach keinen Ausweg 🙁

    Liebe Grüße..
    P.S.
    Dieser Text hat mir einfach wieder gezeigt wie Abhängig man von der Droge Hormon sein kann..

  2. Liebe Dani

    Es tut unheimlich weh, ich weiss, es macht so unendlich traurig. Und es gibt auch keine Worte, die trösten können.

    Ich trage gerade ein T-Shirt mit einem meiner Lieblingszitate (von André Gide):
    „Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schliesst, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, daß man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.“

    Du wirst deinen Ausweg finden, da bin ich ganz sicher, Dani, du wirst die offene Türe entdecken. Aber es wird Zeit brauchen.

    Ich umarme dich ganz fest und schicke dir einen Strahl Hoffnung und Zuversicht,
    Karin

  3. Hallo,

    Ich finde das wundervoll was du versuchst zu vermitteln liebe Karin, aber wonach ich hier sehr geschaut habe war der Beruf.
    Wie ist es mit der Sehnsucht nach einem geeigneten Beruf für einen, die Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit??

  4. Liebe Ina

    Die Sehnsucht nach einem geeigneten Beruf hat m.E. damit zu tun, dass wir uns eine sinnvolle Aufgabe für unser Leben wünschen. Und die Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit hat mit der urmenschlichen Existenzangst zu tun, die auf einem Mangel an Urvertrauen beruht.

    Woher dieses Verlangen nach Liebe kommt? Der Mensch braucht Liebe, und wenn er sich selbst nicht genug liebt, muss er sich von anderen lieben lassen. Siehe auch: http://www.selbstliebe.ch/?p=1

    Herzlichst,
    Karin

  5. Hallo liebe Karin,

    schön dass du mir antwortest.
    Das habe ich mir schon gedacht, nur will man das in vielen Situationen nicht wahr haben, gerade wenn die Angst einen Überflutet und man nicht weiß wie man sich Verhalten soll. Ich habe mir vor einigen Tagen dein Buch gekauft: Karma Yoga
    und habe es gestern Abend zu Ende gelesen, wie lustig dass ich gerade heute deine Nachischt lese. Es ist ein tolles Buch! Beim lesen spürt man dass es der Wahrheit entspricht, habe viele Antworten bekommen die ich schon länger gesucht habe… Danke!

    Liebe Grüße
    Ina

  6. Hallo =)

    Eine Frage stellt sich mir mindestens noch..:

    Man vermisst den Anderen nicht, wenn er nicht mehr da ist, weil man sich selbst liebt?
    Also ich denke , dass es parallel geht jemanden zu vermissen und dennoch glücklich zu sein oder? Vermissen als Gefühl geht dann ganz weg?
    Ich habe in einer Zeitschrift gelesen, dass selbst Lama Ole Nydal seine Frau, die gestorben ist, sehr vermisst, obwohl er von soetwas sehr genau „bescheid weiß“!?

    lg Susi

  7. Liebe Susi

    Jemanden zu vermissen, den man liebt und der nicht (mehr) bei uns ist, ist menschlich. Unser spirituelles Ziel – ein hohes Ziel, das auch ein Lama durchaus noch nicht erreicht haben kann – sollte jedoch sein, so sehr in uns selbst geborgen zu sein, so viel Urvertrauen und Gleichmut zu besitzen, dass wir an nichts und niemanden mehr anhaften und folglich nicht vermissen.

    Ob man glücklich ist, während man gleichzeitig jemanden oder etwas vermisst… Das muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Es mag an der unterschiedlichen Definition oder Empfindung von „glücklichsein“ liegen.
    Ich persönlich halte mich nicht für zutiefst, für wunschlos glücklich, solange ich jemanden vermisse.

    Herzlichst,
    Karin

  8. Hallo Karin,

    zu dem von dir zitierten spirituellen Ziel habe ich noch dieser Tage etwas gelesen, das ich hier (frei aus meinem Gedächtnis) wiedergeben möchte:

    Seelenfrieden hat man nicht, wenn man ohne Konflikte ist – Seelenfrieden hat man dann, wenn man sich Gottes Gegenwart bei jedem Konflikt bewusst ist!!
    Ich denke, das trifft es so ungefähr – Gleichmut, Glaube, Vertrauen – letztendlich zweifelt man an Gott, wenn man gegen etwas ankämpft!
    Zitat von Erich Fried: es ist was es ist – sagt die Liebe

    Liebe Grüße

    Elke

  9. hallo,

    ich verstehe das hier nicht:

    „sollte jedoch sein, so sehr in uns selbst geborgen zu sein, so viel Urvertrauen und Gleichmut zu besitzen, dass wir an nichts und niemanden mehr anhaften und folglich nicht vermissen.“

    – denn dann könnte man doch genauso sagen, dass man keinerlei menschliche beziehungen braucht und der mensch ist doch ein soziales wesen.
    – da entsteht für mich ein konflikt zwischen spirituellem ziel und der realität.
    – was genau ist liebe denn, wenn schon nicht das gefühl jemanden zu vermissen oder nach einer trennung traurig darüber zu sein, dass ein anderer einen nicht so sehr mag wie man selbst den anderen.

  10. Hallo Tina

    Ich würde sehr gerne mal wissen , was du unter spirituellem Ziel ,mit Verbindung zur liebe eigendlich meinst . Was ist den das Ziel ?
    Wohin willst du , wo geht den deine Reise hin ?

  11. Liebe Tina,

    es tut mir leid, dass ich dir erst heute antworte, ich hatte in den letzten Wochen sehr viel Arbeit.

    Du hast Recht, der Mensch ist ein soziales Wesen und in vielerlei Hinsicht auf die Mitmenschen angewiesen. Und der Konflikt zwischen dem spirituellen Ziel und der Realität besteht tatsächlich. Wir sind ja nicht vollkommen! Wir wollen geliebt werden, wir brauchen den Geliebten. Deshalb ist es ja ein Ziel und noch lange nicht das, was wir erreicht haben.
    Es ist aber auch eine Tatsache, dass solange wir andere Menschen brauchen zu unserem Glück, wir von anderen abhängig sind und uns dies immer wieder unglücklich macht. In Wahrheit, sollten wir es geniessen, mit geliebten Menschen zusammenzusein, aber wir sollten sie nicht vermissen, wenn sie nicht bei uns sind oder uns endgültig verlassen haben.

    Ich gehe aber keinesfalls mit dir einig, wenn du sagst: „Was genau ist Liebe denn, wenn schon nicht das Gefühl jemanden zu vermissen oder nach einer Trennung traurig zu sein…“
    Nein! Das ist eine feine Form von Egoismus. Ist Liebe per definitionem denn nicht selbstlos, will nur geben, stellt keine Forderungen und keine Erwartungen? Genügt sich selbst, muss also auch nicht erwidert werden?
    Natürlich ist es menschlich, überaus menschlich, und ich selbst bin leider auch nicht davor gefeit, traurig zu sein, wenn man verlassen wird, und den Geliebten zu vermissen, wenn er nicht gerade bei einem ist. Das spirituelles Ziel will jedoch, dass wir in dieser Hinsicht an uns arbeiten, damit unsere Liebe wirklich selbstlos wird und nur noch gibt, ohne etwas zu erwarten. Möglichkeiten dazu bekommt man ja im Leben wahrlich genug!

    Alles Liebe,
    Karin

  12. Also so ein Mist kann nur jemand schreiben der viele um sich hat und genug Resonanz bekommt. Was bringt es einen wenn man in sich alle vereinigt hat, man aber als der menschlichen Gattung dazu verdamt ist ein Herdentier zu sein und man von Zwischenmenschlichkeiten abhängig ist, um sein Dasein zu fristen. Dazu kommen noch viele weitere Faktoren obdrauf. Seit mal alleine mit allem, und das wirklich, und ein jeder wird feststellen dass das Unsinn ist was hier steht und nur eine rein Oberflächlichkeit ist.

  13. Hallo 😛
    Zwischen Himmel und Erde , gibt es viel mehr Dinge , die unser begrenzter Verstand , nicht erfassen kann . Er projetziert unsere Vergangenheit in die Zukunft , und somit erleben wir immer das gleiche. Und alles was er nicht versteht bezeichnet er dann , so wie du schreibst als Mist , Unsinn und oberflächlich .die Ironie dabei ist , dass es nichts oberflächlicheres gibt als unseren Vestand selbst. 😯 Das ist aber ganz natürlich , so ist der Mensch nunmal .
    So wie Karin schreibt über Portia Nelson , fällst du immer ins gleiche Loch rein , du kannst nichts dafür , wir können alle nichts dafür . Irgendwann , werden wir das Loch dann sehen und trotzdem reinfallen , aus Gewohnheit , wir werden dann aber bewusst reinfallen .Wir werden bewusst Leiden , bewusst neidisch sein , bewusst hassen , bewusst anhaften , wir werden es aber nicht vermeiden können . Wir werden immer wieder reinfallen . All das ist ganz natürlich . Wir sind natürlich , wir sind wie Unkraut , das wächst überall es wuchert immer . Aber Dankbarkeit , Demut , selbstlose Liebe Egolosigkeit , all diese Eigenschaften sind wie eine Rose die erblühen muss , die gepflegt werden muss .Also , wärest du nicht so sehr mit deinem verstand und deiner Geschichte identifizierst , und würdest du versuchen mit dem Herzen und nicht mit dem verstand zu begreifen , hättest du die Worte von Karin nicht als Unsinn und Mist abgetan .Schon alleine aus Respekt vor einer Frau , die Herdentieren , etwas zu erklären versucht , das nicht in Worte gefast werden kann , etwas das nur erfahren werden kann …..

    MfG

  14. Hallo Karin

    Alles was wir suchen, finden wir in uns selbst.

    Wie steht dies mit der Sexualität, ist diese überhaupt erforderlich, notwendig? Braucht es diese körperlichen Erfahrungen überhaupt?
    Für was ist Sex gut, wenn man alles in sich findet? Dann braucht man diese Art von Selbstbestätigung nicht. Aus Spass? Als körperliche (öberflächliche) Verbindungsebene zweier Menschen?

    Ich kann gut ein Jahr lang ohne Sex mit einem Mann sein.
    Aber ohne liebevolle Berührungen, Umarmungen komme ich keine 3 Wochen aus :-)!

    Ich grüsse dich herzlich

  15. Liebe Silvia

    Du sagst, dass du ohne Sex sein kannst, jedoch liebevolle Berührungen brauchst. Mit „Sex“ meinst du also offenbar den eigentlichen Geschlechtsakt.

    Ich glaube allerdings, dass die gelebte Sexualität eine enorme Bandbreite aufweist zwischen Berührungen und Penetration. Wer was und wie viel davon braucht, ist äusserst individuell. Ebenso der „Zweck“, jenseits vom Kinderzeugen: Spass, Verbindung zwischen zwei Menschen, für manche wohl auch Selbstbestätigung. Und nicht zu vergessen: einfach aus Liebe!

    Von einer spirituellen Warte aus betrachtet, bin ich durchaus der Meinung, dass wir überhaupt keine körperliche Beziehung zu einem anderen Menschen brauchen. Wir können unsere Selbstgeborgenheit bestimmt bis zu dem Punkt entwickeln, dass wir ohne körperlichen Kontakt zu anderen völlig zufrieden sind.
    Östliche Gurus zum Beispiel lehnen die Sexualität kategorisch ab. Was für uns Normalsterbliche nicht unbedingt gelten muss. Ich glaube auch, dass Partnerbeziehungen eine ausgezeichnete Schule sind für unsere innere Entwicklung; in welcher Form und in welchem Ausmass darin auch die Sexualität gelebt wird – und ebenfalls als Erfahrung für unsere innere Entwicklung dient –, muss jeder Mensch für sich selbst spüren.

    Herzlichst,
    Karin

  16. Hallo liebe Leute, ich habe so Sehnsucht nach Marianne, ich weiß nicht mehr weiter, ich kann gar nicht mehr schlafen, ich warte schon sehr lange, dass sie sich bei mir meldet 🙁 Ich warte schon vier Jahre, es ist aber immer noch nix geworden.
    Habt ihr Tipps oder Tricks, was ich jetzt machen soll 🙄
    Liebe Grüße, Sepp

  17. Hallo,

    um aufzugreifen, was Karin meint, dass eine Beziehung dem Menschen sein eigenes Selbst aufzeigt, muss ich nur bejaen, denn die Welt ist ein Spiegel und in jedem Menschen sehe ich mich selbst, wie in einem Spiegel. Was sehe ich wenn ich in die Augen meines Geliebten blicke- mein Spiegelbild. Ohne andere Menschen ist eine Selbstwahrnehmung nicht möglich. Alles ist mit einander verbunden, es gibt nichts was das andere ausschließt. Und sicher ist es ein sehr hohes Ziel aus sich selbst heraus das göttliche zu entdecken und los zulassen. Aber für unseren derzeitigen Daseinszustand als Mensch auf dieser Welt, Gesetzen unterworfen, ist es eine große Herausforderung dieses Ziel zu erreichen.

    Doch was mir für mich persönlich, nur für meinen Weg, nicht für Karins oder andere Menschen, fehlt, ist das Leben an sich. Zwischen all dem Schmerz und Kummer, kann es doch auch so wunderschön und farbenfroh sein. Sicher steckt alles Wissen in mir drin, doch durch andere Menschen, Tiere, Bäume, Landschaften werde ich erst dazu inspiriert mein Selbst an die Oberfläche zu holen oder mit ihm in Kontext zu treten. Alles kommuniziert miteinander, alles wird beeinflusst und beeinflusst zugleich. Wer stand noch nie an einem Fluss und hat seinen inneren Fluss, dessen Stromstärke angepasst. Wer hat noch nie Trost empfunden, wenn er sich traurig an eine Eiche lehnte. Ach und Sexualität, mit einander verschmelzen, nachspüren, Wärme spüren, den Körper entgiften, meditative Ebenen erreichen, seiner göttlichen Liebe Ausdruck verleihen, meinem Körper, sozusagen meinem Tempel geben was ihm gut tut.
    Vergessen wurde auch, dass die bedingungslose Liebe von den Menschen schon gelebt wird, jede Mutter und jeder Vater gibt diese erwartungslose Liebe schon. Das Leben ist jetzt und darf in jedem Moment genossen werden, auch den Schmerz darf man leben, Wut, Angst das alles mit einer gesunden Dosis Selbstreflexion bringt viele kleine Erleuchtungen. Alles ist so wie es sein soll, sonst wäre alles nicht so wie es ist :-S
    Und letztendlich weiß niemand genau zu sagen, was uns nach dem großen, letztem Loslassen wirklich erwartet.

    Die schöne Geschichte, von der immer selben Straße und den immer selben Löschern in die ich falle, oh wer kennt das nicht. Meine unbewussten Muster denen ich scheinbar willenlos unterworfen bin…toll. Ganz bestimmt gibt es auf der neuen Straße auch wieder Löscher… 😉 ja es ist ein ewiger Kreislauf in dem wir uns bewegen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wird nie langweilig als Schüler in der Schule Erde.

    liebe Grüße

    liebe Grüße

  18. Gerne schildere ich hier mal meine Geschichte. Ich habe einen Vater, der mich als Kind sehr oft kritisierte bzw. aufmuntere, diverse Dinge anders, besser zu machen. Ich habe ihm stets nach geeifert, den selben Beruf wie er ergriffen, seine Hobbies ausgeübt. Das dies problematisch ist, merkte erst mit der Zeit. Es wirkt sich bei mir vor allem in Beziehungen zu Frauen aus. In jeder Beziehung begann ich mich nach kurzer Zeit zu Fragen: „Ist es die richtige Frau“. „Was denken andere über Sie“ usw. Bereits nach kurzer Zeit beendete ich diese Beziehungen wieder. Bei der nächsten war es wieder das gleiche.

    Nun bin ich verheiratet und habe zwei kleine Mädchen. Immer wieder tauchen bei mir die gleichen Fragen auf. Da ich lange Zeit Antidepressiva nahm, waren meine Gefühle wie zugedeckt. Nachdem ich nun die Medis abgesetzt habe, fühle ich einen inneren Konflikt in mir. Wenn ich mit meiner Frau und meinen Kindern alleine zusammen bin und wir gemeinsam etwas zu Hause unternehmen (z.B. Spiele machen, Saune, Spazieren gehen), überkommt mich oft ein Gefühl richtiger Glückseeligkeit. Ich werde innerlich ruhig, spüre wie sich Wärme um mein Herz ausbreitet und ja, ich glaube, ich spüre wahre Liebe. Oft rühren mich solche Situationen auch zu tränen. Leider sind diese Gefühle oft von kurzer Dauer. Schon nach kurzer Zeit schaltet sich mein Verstand wieder ein, bewertet mich, meine Frau, meine Kinder, die Familien von Freunden usw. und lässt mich wieder zweifeln. Ich hoffe, dass ich diesen Konflikt zwischen Herz und Verstand überwinden kann. Denn ich spüre, dass ich eigentlich nur eines Will. Meinen inneren Widerstand loszulassen und zu geniessen, was ich habe.

    Liebe Grüsse

  19. Danke für deine Geschichte, lieber Matthias.

    Ja, der Konflikt zwischen Denken und Fühlen… In diesem Konflikt leben wir alle, in unterschiedlichem Masse.

    Für mich persönlich gibt es jeweils nur einen Weg: Die Gedanken mit all meiner Kraft verdrängen. Und zwar unmittelbar, wenn sie aufkommen. Lassen wir ihnen auch nur den kleinsten Raum, nehmen sie sofort Besitz von uns, fangen an zu kreisen, werden immer mächtiger – und es wird immer schwieriger, sie loszuwerden. Oft schaffen wir es überhaupt nicht mehr, bis sie irgendwann von selber gehen, entweder weil sie sich totgelaufen haben oder weil andere, noch mächtigere Gedanken (oder intensive Gefühle) sich in uns drängen.

    Es ist sehr anstrengend, so wachsam zu sein und die Gedanken immer und immer wieder fortzujagen. Aber wenn wir nicht aufgeben, schaffen wir es früher oder später, das ist meine persönliche Erfahrung.

    Gib nicht auf, Matthias, es wird auch dir gelingen!

    Alles Liebe,
    Karin

  20. Für mich ist einfach die liebe nicht zu finden.Diese status quo hat sie im die letze 20 jarhe komplett nicht verhandert.
    Was soll dass bedeuten „ich kann nicht lieben?“

  21. Nein, lieber Angelo, das bedeutet es nicht. Dass du deine grosse Liebe noch nicht gefunden hast, kann viele unterschiedliche Gründe haben – ich weiss nicht, welche für dich zutreffen.

    Unabhängig davon, ist gerade die Liebe etwas, das wir nicht erzwingen können. Wenn wir sie nicht finden, hat das Leben, das Schicksal, das Göttliche, oder wie du es nennen willst, offenbar einfache andere Pläne mit uns.
    Aber auch wenn wir die Liebe, wie du, Angelo, zwanzig Jahre lang nicht gefunden haben, heisst das nicht, dass es bis ans Ende unserer Tage so bleiben muss. Vielleicht ist der für uns richtige Moment und der für uns richtige Mensch einfach noch nicht da…

    Erst kürzlich habe ich von einer über 60-jährigen Frau gehört, die mehrere Jahrzehnte lang allein war und nicht mehr daran glaubte, dass sie nochmals einen Partner finden würde. Und dann hat das Schicksal auf wahrlich seltsame und wunderbare Weise sie mit einem Mann zusammengeführt!

    Ich wünsche dir von Herzen, lieber Angelo, dass du deine grosse Liebe auch findest, bald.

    Herzlichst,
    Karin

  22. Also ehrlich von mir aus, wenn ich jemanden liebe, dann seinetwegen od/ ihretwegen und ich würde mein leben für diesen geliebten menschen geben, also liebe ich den anderen mehr als mich selbst, das ist der punkt der liebe.

  23. Ich muss deinen Kommentar leider unbeantwortet lassen, Mobby Dick – ich weiss es schlicht nicht, ob es ein Zeichen von wahrer Liebe ist, sein Leben für jemanden zu geben. Zumal man solche Dinge manchmal so schnell sagt, aber ob man es dann wirklich tun würde, falls…

    Herzlichst,
    Karin

  24. Hallo ich glaube wahre liebe ist etwas das sich und den anderen akzeptiert in guten und schlechten Zeiten ohne selbstlos zu sein geben und nehmen manche deuten das so als würden Bedürfnisse bei wahrer liebe illegal sein Beispiel ich will etwas bestimmtes im sexuellen Bereich erleben und oder mir ist Treue und Ehrlichkeit wichtig wir sind hier als Menschen das hat sein Grund um selbstlos ohne Bedürfnisse zu lieben bräuchten wir nicht Mensch sein ich denke wahre Liebe ist etwas das mit einem Partner gelebt werden kann und alles beinhaltet was an Gefühle existiert wo auch Konflikte entstehen können die mit offenen Herzen anders gelöst werden. Sex in wahrer liebe ist sicher was sehr schönes es ist kein Zufall das es Geschlechter gibt und das die Menschen mann und Frau das genießen können der menschliche Körper ist ein Geschenk man sollte vielleicht mal nachdenken was wirklich für einem zählt müssen es viele Sex Partner sein oder reicht einer und woher kommen die Bedürfnisse von dir selbst oder von der Gesellschaft willst du das oder hat jemand dir gesagt das du das willst oder brauchst oder sich das so gehört. Ich glaube ein Partner reicht für das Leben mit einem Partner kann man so viel erleben und am besten gemeinsam wachsen was wichtig ist zb das sie sich auf Augen Höhe sind zb sexuell das beide ungefähr ähnliche Erfahrungen haben und beide sich einig sind in Sachen Treue damit entsteht kein Mangel bei einem der beiden und die Beziehung kann problemlos gelebt werden die Probleme die da noch aufkommen können kann man liebevoll lösen wenn man einander mit dem Herzen zuhört und redet. Klar ist selbstliebe entscheidend was du dir geben kannst kannst du auch anderen geben und dabei echt sein du sein ohne eine Rolle zu spielen oder aus angst zu handeln. Gefühle und Gedanken zu unterdrücken bringt nichts sie kommen doch durch man muss nicht danach handeln doch fühlen und beobachten Bedürfnisse die echt sind zu unterdrücken ist meiner Meinung falsch authentisch sein sich lieben heißt sich leben und die echten Bedürfnisse gehören dazu jeder hat sein Leben und auch Bedürfnisse. Ein Leben ohne Partner oder Sex ist sicher nicht vorgesehen sonst würde die Menschheit keine Zukunft haben oder die Evolution hätte Geschlechter und Geschlechtsorgane egal selektiert. Das ist meine Sicht macht euer Bild übernimmt nicht einfach

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