„Geteiltes Leid ist…

… halbes Leid“, sagt das Sprichwort. Zweifellos tragen wir leichter an unserem Schicksal, wenn jemand uns zur Seite steht, uns auf einem schweren Gang begleitet; es tut uns gut, mit jemanden reden zu können, Mitgefühl zu spüren, uns an einer starken Schulter anlehnen oder ausweinen zu können.

Ich aber behaupte: Geteiltes Leid ist doppeltes Leid. Laden wir Kummer, Schmerz, Sorgen bei einem Mitmenschen, der uns liebt oder mag, ab, so wird er mit uns mit-leiden. Nützt uns das etwas? Nein!
Bitte nicht missverstehen: Wenn wir Hilfe brauchen und jemand uns helfen kann, dann sollen wir darum bitten. Es ist wichtig für eine gesunde Selbstliebe, dass wir es wagen, uns auch schwach und bedürftig zu zeigen.

Aber wie oft, obwohl wir wissen, dass ein anderer uns nicht helfen kann, jammern wir bloss, klagen, stellen uns als Opfer dar, suchen Anteilnahme und Mitleid. Mit-Leid – im wahren Sinn des Wortes – verursachen wir dann. Das zeugt eher von Egoismus als von gesunder Selbstliebe.
Um unsere Selbstliebe und unser Urvertrauen zu stärken und um zu lernen, uns in uns selbst geborgen zu fühlen, sollten wir der Versuchung widerstehen, andere unnötig mit unseren Sorgen zu belasten. Schweigen ist oft tatsächlich Gold.

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Vom Vorsatz zur Tat

Wie oft habe ich hier auf dieser Webseite, in Artikeln und Büchern schon geschrieben, dass der Weg zur Selbstliebe ein bisschen Mut erfordert! Es braucht den Mut, für sich selbst einzustehen, nicht immer nur „lieb“ sein und allen gefallen zu wollen, manchmal gar den Mut zum Risiko, einen sogenannten Freund zu verlieren. Wenn ihr auf dieser Website auf das Stichwort „Mut“ klickt (in der rechten Spalte weiter unten auf der Seite), so findet ihr einige Artikel zu diesem Thema.

Gut, dann fassen wir also diesen Vorsatz, mutiger zu sein, und … dann muss er auch in die Tat umgesetzt werden. Was uns oft schwer fällt, wenn eine konkrete Situation eintritt. Darum will ich heute einige Anregungen geben, wie es uns gelingen kann.

• Wichtig ist, den Vorsatz für sich selbst konkret und situationsbezogen zu formulieren. Nicht einfach: Ab sofort will ich mutiger sein, sondern beispielsweise: Wenn eine Freundin/Bekannte/Partnerin/Mutter/… mich das nächste Mal bevormunden und mir vorschreiben will, was ich zu tun habe, sage ich zu ihr: „Ich kann mich sehr wohl um mich selbst kümmern, bitte misch dich nicht mehr in meine persönlichen Angelegenheiten ein.“

• Habe ich diesen konkreten Vorsatz gefasst, so gehe ich ihn gedanklich immer wieder einmal durch. Ich stelle mir die Situation bildlich vor, also auch wie ich vor der Freundin/… stehe und ihr gerade in die Augen schaue, während ich den vorbereiteten Satz sage. Dadurch, dass ich diese Situation mehrmals gedanklich durchspiele, wird sie schon gewissermassen zu einer Gewohnheit, als hätte ich sie tatsächlich mehrmals erlebt. Dank dieses Automatisierungsprozesses, wird es mir leichter fallen, so zu handeln, wenn die Situation dann tatsächlich eintritt.

• Schliesslich nehme ich mir auch vor, mich nicht auf eine Diskussion einzulassen. Es ist anzunehmen, dass die Freundin/… sich mit meiner Aussage nicht einfach abfinden, sondern etwas erwidern wird. Auch für diesen Fall bereite ich mir einen Satz vor, den ich beim vorherigen gedanklichen Durchspielen der Situation immer wieder übe: „Darüber diskutiere ich nicht. Ich habe dir meine Meinung gesagt und dabei bleibt es.“ Und dann schweige ich tatsächlich, vielleicht kehre ich ihr auch den Rücken und gehe davon.

• Zu guter Letzt, was ich ja auch immer wieder sage und schreibe: Ein Vorsatz aufs Mal ist genug! Will hier konkret heissen: Ich fasse einen Vorsatz, für eine konkrete Situation mit einem bestimmten Menschen. Und nicht für mehrere zugleich. Wir sollen uns nicht überfordern!

Unnötig zu erwähnen, dass diese Methode, Vorsätze in die Tat umzusetzen, nicht nur im Bereich der Selbstliebe funktioniert, sondern bei allen guten Vorsätzen, beispielsweise für eine gesündere Lebensweise: „Wenn ich diesen Artikel fertig geschrieben habe, ziehe ich mich gleich um und gehe ins Fitness-Training.“ 😉

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Selbstliebe und die konkurrierenden Ängste

Die Angst, nicht geliebt zu werden, ist eine unserer ursprünglichsten Ängste. Je nach Situation äussert sie sich in verschiedenen Formen, nämlich als Angst vor
• Zurückweisung,
• Ausgrenzung,
• Verurteilung,
• Missachtung,
• Einsamkeit,
• Verlust,
• Konflikten
und viele mehr.

Auf der anderen Seite, gewissermassen als Konkurrenz, stehen die Angst vor
• Abhängigkeit, Unterlegenheit, Ausnutzung,
• Fremdbestimmung,
• fehlender oder mangelhafter Selbstverwirklichung,
• Selbstverurteilung, Schuldgefühlen,
• Nichterlangen persönlicher Ziele und Wünsche, Lebensversäumissen,
• Sinnlosigkeit,
• und viele mehr.

Welche der beiden Kategorien auch immer dominiert, sie hindert uns daran, zutiefst glücklich zu sein – wie Ängste unserem Glück ja immer im Wege stehen.
Stärken wir unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstliebe, so verschwinden auch die oben aufgeführten Ängste nach und nach.
Meine Methode, die ich in meinen Buch „Ich liebe mich selbst und mache mich glücklich“ beschreibe, beruht ja darauf, an unseren Verhaltensweisen zu arbeiten, und zwar an einer nach der anderen. Die Frage stellt sich also: Bei welcher sollen wir beginnen?
Auf jeden Fall bei einer Verhaltensweise, die uns unmittelbar zu mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung führt, denn wir sollen unser eigenes Leben leben und nicht das eines anderen! Unsere Seele wird es nämlich auf die Dauer nicht akzeptieren, dass wir unseren eigenen Lebensplan, unsere existenziellen Wünsche, Ziele, Wertvorstellungen missachten, weil wir es anderen recht machen und ihre Anerkennung und Wertschätzung nicht verlieren wollen. Der innere Konflikt zwischen diesen konkurrierenden Ängsten macht uns krank, psychisch und/oder körperlich.

Zugegeben, es braucht etwas Mut. Ich erinnere daran, dass Mut nicht Furchtlosigkeit ist, wie man so leichthin annehmen könnte. Mut ist die Überwindung der Angst. Etwas zu tun – und sei es noch so spektakulär –, von dem wir überzeugt sind, dass wir es können, es gut ausgeht, alle es billigen, erfordert keinen Mut. Mut haben heisst, seine Angst erkennen, annehmen, zu ihr stehen und sie übergehen, sich von ihr nicht abhalten lassen und trotz und mit ihr handeln.
Viele Hinweise und Tipps dazu finden sich in meinen Büchern. An dieser Stelle deshalb nur ein wichtiger Glaubenssatz, den wir uns immer und immer wieder sagen müssen, wenn die Angst, nicht geliebt zu werden, über die Angst, uns nicht selbst zu verwirklichen, zu siegen droht: „Ich will auf meinem Sterbebett nicht bereuen müssen, nicht mich selbst gelebt zu haben.“

Oder mit anderen Worten: Unsere Angst, etwas bereuen zu müssen, sollte immer stärker sein als unsere Angst, nicht geliebt zu werden. Denn diese Angst treibt uns dazu an, den für uns richtigen Weg einzuschlagen.Artikel teilen auf:

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Es ist vollbracht!

Nun habe ich auch den letzten Band meiner spirituellen Buchreihe Sonnwandeln vollendet – er ist soeben erschienen. Ich stelle ihn euch hier kurz vor:

Sonnwandeln_Band_5

Das spirituelle Leben
Sonnwandeln Band V
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-15-9
Paperback, 216 Seiten
EUR 19.00 / ca. CHF 23.00

Nachdem die vorangehenden vier Bände der Sonnwandeln-Buchreihe sich im Wesentlichen auf Aspekte des gewöhnlichen Alltags konzentrierten – natürlich immer aus spiritueller Sicht –, ist in diesem letzten Band die Spiritualität selbst das Hauptthema – natürlich immer in der geerdeten Art, die für mich charakteristisch ist.
Ausgehend von der Problematik der Diskrepanz zwischen „absoluter Hingabe“ und „Freizeitspiritualität“ zeige ich Möglichkeiten auf, wie wir vermehrt aus unserem Innern leben oder, anders ausgedrückt, die äußere Welt mit den inneren Augen betrachten können und dadurch eine völlig neue, die wahre Wirklichkeit entdecken.
Ein Kapitel ist auch der Weisheit gewidmet, die wir in alten heiligen Schriften verschiedener Religionen finden, etwa in den Evangelien, den Veden und der Bhagavadgita, und wie sich diese verstehen und im Alltag umsetzen lässt.
Zum Schluss darf selbstverständlich auch die Thematik der Gottesverwirklichung, Erleuchtung, Erlösung, wie man diesen transzendenten Zustand auch immer nennen will, nicht fehlen – ein Thema, über das ich, das will ich betonen, nicht aufgrund meines eigenen Erlebens erzählen kann und bei dem ich mich deshalb auf antike und neuzeitliche Berichte über mystische Erfahrungen anderer Menschen stütze.

Meine wesentlichen Zitate zur Spiritualität:
Es gibt so viele Wege zum Göttlichen, wie es Menschen gibt.
Spiritualität findet im Alltag statt.
Nicht das äußere Leben ist der Maßstab für Spiritualität, sondern die innere Haltung.

Erhältlich in Buchhandlungen und Online-Shops.

Zu den Leseproben…

Es war eine schöne Aufgabe, meine E-Schriftenreihe in gedruckte Bücher umzuwandeln, auch eine anspruchsvolle, habe ich doch alles gründlich überarbeitet. Zudem überaus bereichernd für mich: Immer wieder habe ich mich selbst mit wichtigen Themen auseinandergesetzt und versucht, mich darin weiterzuentwickeln. Und, ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe in meinen eigenen Büchern „Weisheiten“ entdeckt, die ich über die Jahre vergessen hatte!

Nun freue ich mich aber auch, mich neuen Projekten widmen zu können. Zwei nehme ich gleichzeitig in Angriff. Zum einen arbeite ich weiter an einem Buch über Liebesbeziehungen, das ich vor längerer Zeit begonnen, dann aber – weil die Sonnwandeln-Reihe mir wichtiger schien – beiseite gelegt hatte; nun will ich es vollenden. Zum anderen… nein, darüber kann und will ich noch nichts verraten 😉Artikel teilen auf:

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„Du musst dich nicht rechtfertigen, …

… wenn du etwas nicht so gut kannst“, sagte die Joggerin zu ihrem Partner, während sie an mir vorbeizogen. Mehr von ihrem Gespräch konnte ich nicht aufschnappen, sie liefen zu schnell (und ich fragte mich, wie sie dabei noch so locker plaudern konnten).

Recht hat die Frau. Warum geben wir jeweils Erklärungen ab – entschuldigen uns manchmal gar –, wenn wir körperlich nicht so gut in Form sind? Oder nicht so stark im Rechnen? Oder schlecht bügeln und kochen? Die Rechtschreiberegeln nicht beherrschen? Keinen Nagel in die Wand schlagen können?

Abgesehen davon, dass niemand alles kann, sind die Talente zuweilen scheinbar ziemlich „ungerecht“ verteilt. Schon Jesus erzählte die Parabel der verschiedenen Talente (Matthäus 25,14ff.), ich habe sie vor Jahren auf dieser Website schon einmal erzählt.
Bevor er sich zu einer Reise aufmachte, gab ein Mann seinen drei Knechten einen, zwei und fünf Goldanteile zum Verwalten; er verteilte sein Vermögen also of­fenbar ungerecht. Als er zurückkehrte, erwartete und verlangte er al­lerdings auch nicht, dass alle drei gleich viel aus ihrem Startkapital gemacht hätten.

Die Moral dieser Geschichte: Wir sollen nutzen, was wir be­sitzen. Mit anderen Worten, tun, was unseren An­lagen, un­seren Fähigkeiten und unserer Kraft entspricht. Das ist ausreichend, mehr können wir nicht leisten. In diesem Sin­ne dürfen wir keinesfalls bedauern oder gar ha­dern, wenn wir nicht so gross, so stark, so schön, so intelligent sind wie andere – nehmen wir uns an, wie wir sind, mit unseren Stärken und unseren Schwächen. Und rechtfertigen oder entschuldigen wir uns nie dafür.

Stellen wir unser Licht aber auch nicht unter den Scheffel – um ein anderes Wort aus dem Neuen Testament zu zitieren. Wir sollen unsere Fähigkeiten und Stärken nicht abwerten, wir dürfen zu dem stehen, was wir gut können. Und würdigt es jemand, brauchen wir es nicht kleinzureden, sondern dürfen uns selbstbewusst am Kompliment erfreuen.
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Unsere innere Welt

Mein neues Buch, der 4. Band der spirituellen Sonnwandeln-Reihe, mit dem Titel „Unsere innere Welt“ ist soeben erschienen.

Sonnwandeln_Band_4

Unsere innere Welt
Sonnwandeln Band IV
von Karin Jundt
nada Verlag
ISBN 978-3-907091-14-2
Paperback, 240 Seiten
EUR 19.00 / ca. CHF 23.00

Erhältlich in Buchhandlungen und Online-Shops.

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich spirituelle Themen stets in einen konkreten Bezug zum gewöhnlichen Alltag stelle. So auch in diesem Band der Buchreihe. Dennoch geht es hier hauptsächlich um unser Innenleben – mit seinen förderlichen und hinderli­chen Eigenschaften.
Die Themen erstrecken sich vom Ego in seinem Denken und Füh­len über die Wünsche, die daraus entstehende Anhaftung und den damit zusammenhängenden Bereich der Bewertung und des Gleichmuts bis hin zur univer­sel­len Energie und den Aspekt von Krankheit, Gesund­heit und Hei­l.
Was die äusse­re Welt mit der inneren verbindet, ist die Acht­samkeit. Dazu biete ich mehrere Übungen zur Selbstbeobachtung und, wie in der gesamten Sonnwandeln-Reihe, konkrete Anregungen zur Änderung des eigenen Verhaltens im Alltag, nicht nur um spiri­tuell zu wachsen, sondern auch um das Leben freudiger und erfüllter zu ge­stalten. Die neuen Erkenntnisse lassen sich beim täglichen Ent­scheiden und Han­deln, im Umgang mit den Mitmenschen, zur Be­wäl­tigung von Heraus­for­de­rungen und Krisen laufend um­setzen.
Denn ich bin zutiefst davon überzeugt: Spiritualität ist nichts Asketisches, Weltfremdes und erfordert keinen Rückzug aus dem „normalen“ Dasein und stundenlanges Meditieren, wie es östliche Religionen zum Teil vermitteln. Ebenso wenig ist es nötig, sich in diesem Leben zu bescheiden, gar zu leiden, um dann im Jenseits die ewige Glück­seligkeit zu erlangen, wie gewisse christliche Richtungen es nahe­legen. Nicht das äussere Leben ist der Maßstab für Spiritua­lität, sondern die innere Haltung.

Hier einige Leseproben.Artikel teilen auf:

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Ein zeitloses 2018!

Habt ihr fürs neue Jahr gute Vorsätze gefasst? Falls ja, solltet ihr unbedingt noch folgenden hinzufügen: „Ich werde nicht frustriert, enttäuscht, demoralisiert sein, mir keine Vorwürfe machen und keine Schuldgefühle haben, falls ich meine anderen Vorsätze nicht einhalte.“

Es gibt für alles die richtige Zeit. Und diese beginnt vielleicht nicht ausgerechnet am 1. Januar. Deshalb halte ich diese Neujahrsvorsätze für wenig sinnvoll. Spüren wir lieber das ganze Jahr über in uns, ob die Zeit für eine Veränderung gekommen ist, und dann packen wir sie aber an, ohne zu zögern, ohne die Folgen zu fürchten, ohne Zweifel. Daraus erwächst uns die Kraft, den Wandel zu vollbringen.
Dann gibt es auch kein Scheitern, selbst wenn wir das, was wir uns vorgenommen haben, nicht schaffen: Wir betrachten es als eine Erfahrung, als einen Schritt auf dem Weg. Wo steht denn geschrieben, man müsse das Ziel immer sofort und direkt erreichen? Unser Urvertrauen sagt uns, dass wir es dann erreichen werden, wenn für uns der richtige Moment gekommen ist.

In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein zeitloses 2018!Artikel teilen auf:

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Ich kann nicht…

Selbstliebe erfordert Mut. Wie oft habe ich früher, als ich selbst noch am Aufbauen meiner Selbstliebe war, gesagt: „Ich kann nicht!“, wenn jemand mir in einer bestimmten Situation sagte, ich müsse lernen, Nein zu sagen, oder mich bei einer Ungerechtigkeit wehren.
Der wohl wichtigste Satz, den eine Therapeutin mir damals entgegnete, war: „Ich kann nicht, gibt es nicht, es gibt nur: Ich will nicht.“ Recht hatte sie! Weder hatte ich nämlich die Sprache verloren noch die Einsicht, was ich wirklich wollte. Das einzige, was mich jeweils daran hinderte, war meine Angst.

Inzwischen habe ich den Satz „Ich kann nicht!“ unzählige Male gehört, wenn ich jemanden ermunterte, Nein zu sagen und sich zu wehren. Und ebenso oft habe ich dann erwidert: „Du kannst nicht? Doch, du kannst! Du musst es nur wollen!“
Um die Selbstliebe, das Selbstwertgefühl und dabei vor allem das Selbstvertrauen zu stärken und die Selbstachtung nicht zu verlieren, müssen wir zuweilen über unseren eigenen Schatten springen. Anders geht es nicht. Darauf zu warten, dass es irgendwann einmal leichter wird, ist eine Illusion.

Habt ihr schon einmal eine Fliege beobachtet, die an einem Fenster hinauf und hinunter, von rechts nach links und zurück herumsurrt? Sie denkt wohl: Ich kann nicht… Dabei merkt sie nicht, dass das Fenster gleich daneben sperrangelweit offen steht und sie sich nur über den Fensterrahmen wagen müsste, um frei zu sein.

Solange wir in einer Situation denken „Ich kann nicht!“, schaffen wir es tatsächlich nicht, wir blockieren uns selbst. Seien wir dann ehrlich zu uns selbst und sagen wir: „Ich will nicht.“ Sofort wird sich in uns etwas regen, das schreit: „Doch, ich will! Ich will Nein sagen! Ich will mich wehren!“ Das ist der Moment, in dem wir es auch schaffen, über unseren Schatten zu springen, und tatsächlich Nein sagen, uns tatsächlich wehren.Artikel teilen auf:

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