Selbstliebe
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  • Selbstliebe, Selbstwertgefühl…

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    Selbstliebe und Selbstwertgefühl sind, neben Urvertrauen und Lebensfreude, auch ein zentrales Thema von Sonnwandeln, meiner Schriftenreihe für spirituelle Entwicklung im Alltagsleben.
  • Ein Weg zum Glücklichsein

    15. März 2009

    Ich kann es kaum glauben, dass ich diese kurze Geschichte hier auf dieser Website noch nie erzählt habe. Falls doch – ich konnte sie nicht finden! – verzeiht mir die Wiederholung. Sie ist aber auch jedesmal von neuem schön und bereichernd.

    Ein Mann kam zum Meister und wollte von ihm wissen, was das Geheimnis eines glücklichen Lebens sei.
    Sagte der Meister: „Mach jeden Tag einen Menschen glücklich!“
    Und nach einer Weile ergänzte er: „Auch wenn dieser Mensch du selbst bist.“
    Und noch ein wenig später fügte er hinzu: „Vor allem, wenn dieser Mensch du selbst bist.“

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    Liebe “sammeln”

    4. März 2009

    In meinen letzten Kurs über Liebesbeziehungen ist mir wieder einmal deutlich bewusst geworden, wie viele Beziehungen daran zerbrechen, dass einer der beiden fremdgeht. Neben anderen Gründen für dieses Verhalten liegt einer auch in mangelnder Selbstliebe.

    Ich habe auf dieser Website schon erwähnt (wahrscheinlich mehrfach!): Wer sich selbst nicht liebt, muss sich lieben lassen. Denn ohne Liebe sind wir nicht glücklich.
    Warum kommt es aber häufig vor, dass jemand seinen Partner betrügt, obwohl er von ihm über alles geliebt wird? Genügt ihm denn diese Liebe nicht?
    Nein, sie genügt ihm nicht. Vor allem Menschen, die als Kind von den Eltern oder anderen Bezugspersonen keine (oder subjektiv nicht ausreichend) Liebe erfahren haben, sind ein Leben lang nach Liebe geradezu süchtig. Sie machen alles, um ein bisschen Liebe zu bekommen, um sich angenommen zu fühlen. Meistens sind sie sich dessen überhaupt nicht bewusst.
    Wenn die Liebe des Partners nach der rosaroten Verliebtheitsphase (man spricht von ein bis zwei Jahren) zur Selbstverständlichkeit geworden ist und folglich keine starken Emotionen mehr auslöst, kommt der Hunger nach Liebe wieder auf; bietet sich eine Gelegenheit, wird er gestillt. Doch auch diese neue “Liebe” ist dazu verdammt, nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu genügen, es folgt eine nächste und noch eine… “Liebe” wird regelrecht gesammelt – das Herz, der “Sammelbehälter”, wird aber nie voll, egal wie viel Liebe man hineingibt.

    Dieses Phänomen zeigt sich natürlich nicht nur durch die Untreue in Partnerschaften, sondern in vielen alltäglichen Ausprägungen: Sexy-Kleidung und Flirten, um beim anderen Geschlecht anziehend zu wirken, aber auch in all den Verhaltensmustern, von denen in früheren Artikeln auf dieser Website schon die Rede war, wie nicht Nein sagen können, es allen recht machen wollen, Angst haben jemanden zu verletzen, die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer missachten und und und… Alles, was wir tun, um nur ein bisschen geliebt zu werden. Und zwar von vielen Menschen, nicht nur von den wenigen, die uns wirklich etwas bedeuten.

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    Warum Beziehungen zerbrechen

    10. Februar 2009

    Tausendundein Grund, warum wir uns in jemanden verlieben, tausendundein Grund, warum Liebesbeziehungen auseinanderbrechen. “Er hat mich betrogen” – “Ich habe andere Ziele für mein Leben entdeckt” – “Sie hat sich verändert” – “Ich habe mich in eine andere verliebt” – “Er versteht mich nicht” – “Sie ist krankhaft eifersüchtig” … Oft ist es nicht ein Grund, sondern viele undefinierbare oder das, was man “Zerrüttung” nennt.
    Aber was steckt wirklich dahinter? Nicht selten die banale Weisheit: Wer sich selbst nicht liebt, kann auch keinen anderen Menschen lieben. Und wenn ich den Partner nicht wirklich liebe, bedingungslos, dann kann aus dem Alltäglichsten der Grund für die Trennung entstehen.
    Mangelnde Selbstliebe geht einher mit Abhängigkeit und Verlustangst – beide für eine wahre, dauerhafte Beziehung alles andere als förderlich. Eifersucht, Machtkämpfe, Manipulationsversuche, klettenhaftes Anhängen sind Folgen davon, auf der einen Seite. Auf der anderen werde ich immer wieder faule Kompromisse eingehen, mich fügen, ja unterwerfen, um den Geliebten nicht zu verlieren, aber irgendwann rebelliert etwas in mir, lässt nicht länger zu, dass ich nicht mein Leben, sondern das meines Partners lebe, mich selbst verleugne – und dann kommt es zum Eclat. Ich halte es nicht mehr aus und verlasse ihn; oder ich explodiere bei jeder belanglosen Kleinigkeit und nerve ihn so sehr, bis er mich verlässt; oder ich versuche, mich in irgendeiner subtilen Art an ihm zu “rächen”, für das was er mir vermeintlich antut (was ich hingegen mir selbst antue!); oder ich falle in eine Depression, weil ich zwar todunglücklich bin, aber den Mut zu einem Schritt nicht finde…
    Liebe ich mich hingegen selbst und fühle mich in mir geborgen, so brauche ich keinen Partner, ich genüge mir selbst. Nur aus dieser Position “der Stärke” kann ich wirklich lieben, geben ohne etwas zu vermissen – aber auch furchtlos meinen eigenen Weg gehen, eigenständig sein.
    Den Partner sollten wir nicht brauchen, wir sollten bereit sein, ohne jemanden an unserer Seite zu leben. Ihn nicht brauchen, aber dankbar dafür sein, dass es ihn gibt, ihn einfach lieben. Liebe deinen Partner wir dich selbst!

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    “Weil Sie es sich wert sind!”

    27. Januar 2009

    Unter diesem Titel – dem bekannten Werbeslogan – hat C.S., eine 18-jährige Schülerin der Fachmittelschule Bern, ihre Abschlussarbeit geschrieben. Es geht darin, wie der Untertitel sagt, um die Gründe, warum junge Frauen oft einen eher schwachen Selbstwert haben und wie sie ihn stärken können.

    Ich habe diese junge Frau vor einigen Monaten persönlich kennengelernt: Sie ist sehr hübsch und strahlt viel Liebe und Güte aus. Und doch leidet sie nach eigenen Aussagen auch unter mangelndem Selbstwertgefühl – oder hat darunter gelitten, denn sie hat bewusst an sich gearbeitet und ist auf dem besten Weg, eine selbstbewusste Frau zu werden, die ihren wahren Wert kennt. Ihr Ansporn, eine Arbeit zu diesem Thema zu schreiben, erklärt sie in der Einleitung:

    Ich habe drei Schwestern, und bin die Zweitälteste. Wir alle haben in meinen Augen einen schwachen Selbstwert! Jede von uns hat Probleme mit ihrem Aussehen, vor allem mit dem Gewicht, obwohl keine von uns übergewichtig ist, im Gegenteil! [...] Bei mir persönlich äussert sich dies so: Ich ertappe mich ständig wie ich mich mehr um das Wohl anderer, als um mein eigenes kümmere. Das hat zur Folge, dass ich meine eigenen Bedürfnisse nicht ernst nehme, ja zum Teil sogar fast nicht mehr wahrnehme. [...] Viele meiner Probleme mit dem Selbstwertgefühl, erkenne ich auch bei Freundinnen von mir wieder.
    Ich habe mir einfach gesagt: „Das kann/ darf doch nicht sein, dass so viele wertvolle Frauen den eigenen Wert nicht erkennen und in einem ständigen Kampf mit sich sowie auch der Umwelt leben müssen.”

    C.S. hat viele Informationen zum Thema Selbstwertgefühl und Selbstliebe zusammengetragen und sie in ihrer Arbeit verarbeitet. Besonders wertvoll ist darin der “Trainingsplan”, mit dem Frauen ganz praktisch an ihrem Selbstwert arbeiten können. Ich habe diesen Trainingsplan gelesen und kann ihn euch wärmstens empfehlen. C.S. hat mir erlaubt, ihn auf dieser Website zum Download anzubieten, danke!

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    Schaf oder Löwe?

    12. Januar 2009

    Eine trächtige Löwin stiess eines Tages auf eine Schafherde und griff eines der Tiere an. Doch diese Anstrengung war zuviel für sie: Das Löwenbaby kam zur Welt, seine Mutter starb. Die Schafe nahmen das Kleine an und zogen es auf; ihrem Beispiel folgend frass es Gras und blökte. Auch als dieser prächtige, starke Löwe erwachsen wurde, meinte er immer noch, er sei ein Schaf.
    Eines Tages kam ein anderer Löwe in diese Gegend und war sehr erstaunt, einen Artgenossen friedlich inmitten der Schafe zu sehen. Er wollte sich ihm nähern, doch wie die anderen Schafe flüchtete auch der Schaf-Löwe. Mehrmals versuchte es der Löwe noch, doch der andere versteckte sich jedes Mal.
    Eines Morgens überraschte er ihn endlich im Schlaf und bevor er fliehen konnte, sagte er zu ihm: “Du bist doch ein Löwe, warum fürchtest du dich vor mir?”
    “Ich bin ein Schaf”, entgegnete der andere blökend.
    Der Löwe konnte ihn schliesslich davon überzeugen, mit ihm zu einem See zu gehen. “Schau ins Wasser”, forderte er ihn da auf, “ist dein Spiegelbild nicht etwa gleich wie meines?”
    Der immer noch verängstigte Schaf-Löwe schaute hinein und augenblicklich erkannte er die Wahrheit. Er brüllte los und blökte nie wieder.

    Hören wir auf, uns wie Schafe zu verhalten und ängstlich zu blöken! Wir alle sind Löwen, schön, stark, selbstbewusst, mutig: Lieben wir uns als Löwen und leben wir als Löwen. Es braucht nur ein bisschen Mut, das Schafsfell abzulegen – auch wenn es bei der momentanen Kälte ganz angenehm ist! – und unsere wahre Natur zu fühlen.

    Versucht es doch einfach einmal, jetzt wo das Jahr noch jung ist und alle Möglichkeiten offen stehen, versucht es wenigstens ein einziges Mal, einfach sagen, was euch auf der Zunge liegt, einfach tun, wozu ihr Lust habt, einfach ihr selbst sein.
    Ihr werdet staunen, wie eure Mitmenschen sofort den Löwen in euch erkennen und euch nicht mehr als Schaf betrachten! Ihr braucht nur euer wahres Selbst zu leben…

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    Ein guter Vorsatz für die Selbstliebe

    31. Dezember 2008

    Es ist die Zeit der guten Vorsätze: mit dem Rauchen aufhören, sich mehr Zeit für die Kinder nehmen, mindestens drei Mal pro Woche joggen gehen und viele, viele mehr. Die gute Absicht ist vorhanden, der Wille ist da – und doch lassen sich die meisten Vorsätze nicht halten. Das hat verschiedene Gründe, wovon ich nur die zwei häufigsten kurz erwähnen will:
    • Obwohl wir, wenn wir Ich sagen, uns als ein Ich verstehen, ist das nicht der Fall. Nicht nur Schizophrene besitzen multiple Persönlichkeiten! Wir alle haben verschiedene Ichs: Das eine fasst einen guten Vorsatz, weil es findet, ich sollte das und das ändern – und ein anderes Ich setzt sich später darüber hinweg, weil es keine Lust dazu hat und oft ebenso viele valable Gründe findet, warum ich mich nicht ändern soll.
    • Der gute Vorsatz wurde nicht mit absoluter Bestimmtheit gefasst. Mein Wunsch, etwas zu verändern, ist manchmal zwiespältig: Einerseits möchte ich, andererseits ist etwas in mir (ein anderes Ich!), was nicht ganz davon überzeugt ist: Ich traue es mir nicht wirklich zu, durchzuhalten, ich fürchte mich von vornherein schon vor dem Versagen, vor irgendwelchen Konsequenzen und viele andere Gründe mehr. Somit ist mein Entschluss nicht vollkommen “einheitlich” und deshalb nicht wirklich ehrlich, meine Willenskraft besitzt nicht die absolute Bestimmtheit – ich stehe sozusagen nur halbherzig dahinter (oft nur unbewusst). Manchmal verrät es bereits die Ausdrucksweise: In „Ich möchte mich ändern“ schwingt der Zusatz mit „aber ich habe Angst davor“ oder „aber ich weiss nicht, ob ich es kann“. Wie anders hört sich doch an: „Ich will und ich werde mich ändern“!

    Wie auch immer – welche Vorsätze ihr auch für das neue Jahr fasst, einer für die Selbstliebe sollte dabei sein: “Ich habe zwar Vorsätze gefasst und ich will etwas ändern. Aber ob es mir gelingt oder nicht, ob ich schon nach einer Stunde den Vorsatz aufgebe oder nach einem Tag oder einem Monat: Es ist gut wie es ist! Ich bin ok, so wie ich bin.”
    Verurteilt euch nicht für eure vermeintliche “Schwäche” und “Fehler”, verzeiht euch selbst immer alles – es gibt kein Versagen, es gibt keine Fehler, ihr macht alles richtig! Vielleicht war es noch nicht die richtige Zeit, etwas zu ändern…

    Zwei weitere Anregungen für “gute Vorsätze” findet ihr auf meinen anderen beiden Websites www.urvertrauen.eu und www.karma-yoga.eu.

    Ich wünsche euch für das Neue Jahr, dass ihr euch wirklich lieb habt, so wie ihr seid, und viel Zufriedenheit auf eurem Lebensweg!

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    Meine eigene Weihnachtsgeschichte

    20. Dezember 2008

    In der Familie meines Vaters gab es zwei alte Tanten, die “verschroben” waren und “spinnten” – wie man sich in der Verwandtschaft erzählte: Die eine hatte wahrsagende Träume und Kontakt mit Toten, die andere wohnte in einem abgelegenen, “verwunschenen” Haus und redete mit Geistern… Ich hingegen fühlte mich offenbar als Kind von Übersinnlichem angezogen und mochte die beiden, besonders Tante Doris, die für mich ohnehin etwas Geheimnisvolles hatte, weil sie Anfang des 20. Jahrhunderts in Serbien aufgewachsen war und wunderschöne Geschichten aus jener Zeit zu erzählen wusste.

    Einmal besuchte sie uns zu Weihnachten – ich war damals 16 oder 17, Hippie, Revoluzzer und Motorradfreak – und brachte mir ein Geschenk mit. Erwartungsvoll packte ich es aus: Als ich aber ein dünnes Buch mit wenig Text in grosser Schrift und vielen bunten Zeichnungen in Händen hielt, war ich masslos enttäuscht und dachte bei mir, nun sei Tante Doris doch schon am Vergreisen, dass sie meinte, ich sei immer noch ein kleines Kind und hätte Freude an einem Buch mit farbigen Bildern! Ich stellte es ins Bücherregal und vergass es.

    Erst viele, viele, aber wirklich viele Jahre später kam es mir “zufälligerweise”, als ich etwas anderes im Regal meiner Eltern suchte, wieder in die Hände. Ich begann darin zu lesen… und nachdem ich in einem Zug ans Ende gelangt war, schickte ich Tante Doris, die zu jenem Zeitpunkt schon lange tot war, einen liebevollen Gedanken für das bereichernde Geschenk von damals…
    Seither habe ich “Der Kleine Prinz” (von Antoine de Saint-Exupéry) viele, viele, aber wirklich viele Male wieder gelesen, wenn ich fröhlich war, wenn ich traurig war, wenn ich ratlos war – und jedes Mal rührt das kleine Kerlchen mich zu Tränen.

    Ich wünsche euch allen, die ihr hier auf meiner Website lest, heiter-besinnliche Weihnachtstage und viele Geschenke, die so schön und herzerwärmend sind wie “Der Kleine Prinz”.

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    Ich muss nicht vollkommen sein!

    4. Dezember 2008

    Warum bin ich mir selbst gegenüber oft kritischer und unnachgiebiger als anderen gegenüber? Und sogar als andere mir gegenüber?

    Von uns selbst erwarten wir oft eine Vollkommenheit, der wir nie und nimmer gerecht werden können; diese Erwartung wird nämlich aus einem Idealbild erzeugt, das wir uns von uns selbst machen. Es stammt aus den Erwartungen, die an uns als Kind und auch später gestellt wurden, und den Vorstellungen, wie wir sein sollten, die unsere Erzieher und übrigen Autoritätspersonen uns eingepflanzt haben. Deshalb sind wir oft sehr hart in unserer Eigenbewertung und verurteilen uns gnadenlos für vermeintliche Fehler, Versagen und Unzulänglichkeiten.
    Es kommt dazu, dass wir dabei ständig befürchten, andere könnten merken, dass wir nicht so vollkommen sind, wie wir meinen sein zu müssen, und wir geben uns alle erdenkliche Mühe, damit sie uns nicht sehen, wie wir wirklich sind. Doch das kostet uns eine Menge Energie; zudem können wir vor uns selbst nichts vertuschen und wir fühlen uns umso schlechter, schuldiger und unwürdiger.

    Haben wir doch den Mut, endlich ein realistisches Bild von uns selbst zu malen – und es als schön und liebenswert zu sehen! Wir sind nicht weniger wertvoll, weil wir nicht fehlerlos sind, im Gegenteil: Manche Mitmenschen fühlen sich besser in unserer Gegenwart, wenn wir nicht auf einem solch hohen Podest stehen.
    Betrachten wir die Alltagssituationen zudem objektiv und nicht aufgrund unseres Ideal-Eigenbilds, erkennen wir sofort, dass wir von unseren Mitmenschen nicht so kritisch beurteilt werden, wie wir selbst es tun. Und denjenigen, die immer etwas auszusetzen haben, können wir es ohnehin nicht recht machen, wären wir auch wirklich vollkommen…

    P.S. Es muss noch erwähnt werden, dass das Umgekehrte auch vorkommt: Dass wir, weil wir an uns selbst solch hohe Ansprüche stellen, es auch bei anderen tun, Ansprüche, die sie, wie wir ja auch, nie und nimmer erfüllen können. Daraus entstehen viele unnötige zwischenmenschliche Probleme und Konflikte.

    Dieser Text stammt weitgehend aus Sonnwandeln Nr. 3.

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    Die zehn Gebote der Selbstliebe

    20. November 2008

    Willkürlich von mir zusammengestellt – selbstverständlich könnte man auch viele, viele andere Gebote noch aufführen. Für Anregungen bin ich dankbar!
    Wenn ihr damit arbeiten wollt, dann solltet ihr nicht gleich alle zehn zusammen befolgen, sondern euch eines, maximal zwei, herauspicken und versuchen, es im Alltag umzusetzen. Erst wenn ihr euch dabei ziemlich sicher fühlt – und das kann Monate dauern! –, geht ihr zum nächsten. Geduld ist dabei unerlässlich, etwas Mut auch und vor allem: Lasst nie Frustration oder Entmutigung aufkommen, wenn es euch nicht auf Anhieb gelingt! Das ist völlig normal. Fasst einfach jedes Mal von neuem den Vorsatz: “Das nächste Mal versuche ich es wieder.”
    Falls die Reaktion eurer Mitmenschen auf euer neugewonnenes Selbstwertgefühl nicht positiv ausfällt: Bleibt trotzdem dabei! Es ist klar, dass es denjenigen nicht gefällt, die eure schwache Selbstliebe immer ausnutzten oder sich zumindest überlegen fühlten, weil ihr nicht nein sagen konntet, euch abhängig machtet und vieles mehr.

    Hier sind sie also, meine zehn Gebote der Selbstliebe. Ihr könnt sie übrigens auch als PDF-Datei herunterladen – vielleicht ausdrucken, eventuell vergrössern und irgendwo aufhängen, wo ihr sie immer wieder einmal seht (ich hatte solche “Gebote”, an die ich mich erinnern wollte, früher oft an der Toilettentür – innen – aufgehängt!).

    1. Du sollst dich selbst lieben, achten, wertschätzen, wie du deine Mitmenschen liebst, achtest, wertschätzest.

    2. Du sollst zu dir selbst verständnisvoll, nachsichtig, verzeihend sein, wie du es meistens mit deinen Mitmenschen bist.

    3. Du sollst dir selbst gönnen, was du anderen nicht verwehren würdest.

    4. Du sollst dich nicht für das Denken, Fühlen, Handeln anderer verantwortlich fühlen.

    5. Du sollst dir selbst vertrauen, dass du stets das tust, was gut und richtig für dich ist.

    6. Du sollst jederzeit das tun, was du spürst, und niemals Angst haben, Fehler zu machen oder zu versagen.

    7. Du sollst dich von niemandem abhängig fühlen oder machen und nicht fürchten, die Anerkennung und Liebe anderer zu verlieren.

    8. Du sollst dir nicht einreden lassen, du seiest ein Egoist, weil du mutig deinen Weg gehst.

    9. Du sollst dich nicht mit anderen vergleichen, dich nicht an und mit ihnen messen und dich nicht auf Konkurrenzkämpfe einlassen.

    10. Du sollst dich nicht selbst erniedrigen in Gedanken, Worten und Taten und dich nicht selbst verurteilen.

    Und noch das elfte Gebot – nicht ganz ernst gemeint, aber in der Richtung darf es schon es gehen:
    Du machst immer alles richtig, brauchst dich nie schuldig zu fühlen!

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    (M)ein Sufi-Roman: Meister der Jinn

    3. November 2008

    Vor knapp einem Jahr lernte ich – durch eine Verkettung so genannter “Zufälle” – einen amerikanischen Sufi und seinen Roman “Master of the Jinn” kennen. Spontan entschloss ich mich, das Buch auf Deutsch zu übersetzen und in meinem Verlag herauszubringen. So begann eine bereichernde Zusammenarbeit mit Irving Karchmar, der mich immer wieder berührt hat, mit seinem Buch und seinen E-Mails.
    Aber – ich hatte den dafür notwendigen Aufwand unterschätzt (das passiert mir äusserst selten!) und so war ich über Monate mehr als ausgelastet, meine übrige Arbeit durfte, konnte, wollte ich ja nicht vernachlässigen. Nur mit der Unterstützung von Dr. Jürg Hedinger, einer ausgewiesenen Kapazität auf dem Gebiet der Literatur (und von stilistisch einwandfreiem Deutsch!), habe ich es schliesslich geschafft. Danke, lieber Jürg, an dieser Stelle für deine Hilfe!

    Es hat sich gelohnt! Jetzt ist das Buch fertig und veröffentlicht und es ist – denke ich – gelungen. Ich stelle es euch hier kurz vor und kann es selbstverständlich wärmstens empfehlen!

    Buchtitel_Meister Meister der Jinn
    von Irving Karchmar
    ISBN 978-3-907091-02-9
    Paperback, 184 Seiten
    13,5 x 21 cm
    CHF 29.50 / EUR 16.00

    Der folgende Text stammt aus dem Klappentext, mehr brauche ich dazu nicht zu sagen – spannend, mystisch, einfach lesenswert!

    “Mir, Ischaq dem Schreiber, wurde von meinem Meister aufgetragen, über die Reise zu berichten; von den Gefährten kam nur ich, dank der Barmherzigkeit Gottes, zurück.
    Ali und Rami sind nicht mehr, ich sah sie ins Feuer gehen. Und auch Jasus, der Wahrsager der Herzen, sprang in die Flammen. Was aus dem jüdischen Weisen, seiner Tochter und dem grossartigen Hauptmann wurde, weiss ich nicht. Sie wollten nicht mit mir weggehen, als ich sie dazu aufforderte. Doch eines weiss ich mit Sicherheit: Der Dämon wartet immer noch dort. Baalzebul, der Herr der Jinn.”
    So beginnt der geheimnisvolle Roman und führt den Leser in die Wüste der Tuareg, zum legendären König Salomo mit seinem magischen Ring, in einen schrecklichen Sandsturm, der das Verborgene ans Licht bringt, in eine Nacht ausserhalb der Zeit, in der die Sterne stillstehen, in die Stadt der Jinn, wo mächtige Wesen der Anderswelt aus der Verzweiflung zu neuer Hoffnung finden…
    Die äussere Reise ist gleichzeitig eine innere, die abenteuerliche Geschichte gleichzeitig eine spirituelle, ganz in der Tradition des Sufismus, in Parabeln zu lehren.

    “Meister der Jinn” wurde bisher in sechs Sprachen veröffentlicht: Englisch, Russisch, Bahasa (Indonesien), Türkisch, Malayalam (Indien) und Deutsch.

    Mehr über den Autor…
    Zu den Leseproben…

    Irving Karchmar führt übrigens auch einen interessanten Blog (auf Englisch), in dem er immer wieder persönliche Erfahrungen veröffentlicht und auch Gedichte.

    Der Roman ist im Buchhandel und in Online-Buchshops erhältlich, beispielsweise bei Amazon – um zu bestellen, einfach auf den untenstehenden Link klicken!

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