Sein Urvertrauen “vergessen”?

28. September 2010

Kennt ihr das auch? Da ist man recht gefestigt in seinem Urvertrauen und Gleichmut, so schnell kann einen nichts erschüttern – bis dann eine “emotionale Ausnahmesituation” eintritt und man alles vergisst. Vor nicht allzu langer Zeit mir passiert, zum ersten Mal seit Jahren. Und es hat immerhin ganze vier Tage gedauert, bis ich mich selbst wieder gefunden habe.

• Ich habe vergessen, dass alles, was geschieht einen Sinn hat.
• Ich habe vergessen mich zu fragen, was ich aus der Situation lernen soll.
• Ich habe vergessen, dass mir alles gegeben wird, was ich brauche.
• Ich habe vergessen, dass alles nur zu meinem Guten ist, langfristig gesehen.
• Ich habe vergessen, dass kein Unterschied besteht zwischen dem sogenannt Angenehmen und dem sogenannt Unangenehmen, zwischen Freude und Leid.
• Ich habe vergessen, die Situation dankbar anzunehmen.
• Ich habe vergessen, die Ergebnisse der Taten dem Göttlichen zu überlassen.
• Ich habe vergessen, um Einsicht und Gelassenheit zu beten.
• Ich habe vergessen, das Göttliche um Hilfe anzurufen.
• Ich habe vergessen, dass meine Zukunft voller Licht und Freude ist.
• Ich habe vergessen, dass sich vor mir alle Türen öffnen werden.

Ich habe alles vergessen, was mich sonst durch meinen Alltag und alle schwierigen Situationen trägt. Ja, das kann passieren. Und ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man es vermeiden könnte. Wisst ihr es? Dann erzählt über eure Erfahrungen! Alle LeserInnen dieser Website, ich eingeschlossen, freuen sich darüber.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Liebevoller Aufruf zur Selbstliebe

28. September 2010

Neulich drückte ich in einer langen E-Mail an einen lieben Freund meine Zweifel aus, ob mein Verhalten ihm gegenüber richtig gewesen sei. Seine Antwort, ebenfalls per E-Mail, war ganz kurz:

Bitte zweifle nicht so viel an Dir. Denk immer dran, dass alles, was Du tust, auf meiner Seite bei einem liebenden Herzen ankommt, und nicht bei jemandem, der nach Fehlern bei Dir sucht. Also tu auch Du es nicht, sondern liebe Dich weiterhin, Du bist es so sehr wert.

Ich war zu Tränen gerührt. Das ist etwas vom Wertvollsten, was ich je gelesen habe, und das Schönste und Liebevollste, was ein Mensch je zu mir gesagt hat.

Es ist zwar eine Tatsache, dass die meisten Menschen uns nicht mit diesem liebenden Herzen, das nicht nach Fehlern sucht, gegenüberstehen.
Aber es würde genügen, wenn wir uns selbst in dieser Weise begegnen: Ich suche nicht nach Fehlern bei mir, mein liebendes Herz für mich selber verzeiht mir alles, ich liebe mich, egal was ich tue, egal wie ich bin. Ich bin es wert, mich zu lieben, immer.

Wenn wir das schaffen, wird es uns auch gelingen, anderen Menschen mit diesem gleichen Herzen zu begegnen und ihnen stets das Gefühl zu vermitteln, dass sie bei uns so sein dürfen, wie sie sind, dass wir ihre “Fehler” genau so lieben, wie ihre schönsten Seiten.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Urvertrauen im Herbst

1. September 2010

Dieses wunderschöne Gedicht von Rilke brauche ich nicht weiter zu kommentieren:

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Selbstveränderung stösst auf Ablehnung

1. September 2010

Sobald wir beginnen, uns zu verändern, besonders wenn unser Selbstwertgefühl erstarkt und wir vermehrt wir selbst sind, versuchen viele Menschen unseres Umfelds uns zu sabotieren, gerade weil wir nicht mehr alles mit uns machen lassen, weil wir beginnen zu widersprechen und unseren eigenen Weg zu gehen. Wir bekommen dann Dinge zu hören wie: “Du hast dich verändert, aber nicht zu deinem Vorteil!”; “Was ist bloss los mit dir, warum bist du plötzlich so widerspenstig?”; “Du bist stur, kompromisslos, egoistisch.” Sie versuchen uns das Leben schwer zu machen, indem sie unser Verhalten und damit uns selbst ablehnen, uns zu spüren geben, dass wir nicht mehr ihr “Liebkind” sind, und sie meiden uns sogar.
Das ist eine Bewährungsprobe für unsere Selbstliebe: Wir müssen den Mut und die Kraft aufbringen, das durchzustehen, und keine Angst haben, die Liebe und Anerkennung geliebter Mitmenschen zu verlieren. Es sind hauptsächlich zwei Gründe, warum die anderen sich so verhalten: Der eine ist der pure Egoismus, weil wir natürlich nicht mehr so umgänglich sind, so leicht zu handhaben wie vorher. Der andere ist, dass wir ihnen ständig vor Augen führen, wie sie eigentlich auch sein möchten und sich nicht trauen; das treibt sie dazu an, uns in den Sumpf der gegenseitigen Abhängigkeit zurückzuholen und da zu behalten, wo sie auch drin stecken.

Doch wenn wir unseren Abhängigkeiten einmal entkommen sind, berührt uns all das nicht mehr. Wir erfreuen uns an unserem selbstbestimmten Leben und stehen über dem, was rund um uns geschieht. Und wir werden neue Freunde finden, die uns so akzeptieren, wie wir sind.

Manchmal machen wir jedoch noch eine andere Erfahrung. Zuerst stossen wir zwar auf Ablehnung – und da müssen wir durch! –, doch durch unsere Veränderung strahlen wir auch etwas aus, was auf die anderen wirkt, sodass sie sich dann ebenfalls ändern können. Das geschieht allein durch unser gutes Beispiel, wir brauchen sie nicht mit Worten zu überzeugen oder zu bekehren. Es ist das, was wir aussenden, was die Menschen verändert, und es ist diese die einzige Art, die Welt zu verwandeln: Ich ändere mich und strahle das in meinen ganz kleinen Umkreis aus – wenn jeder das tut, erlangen wir vielleicht eines Tages das Paradies auf Erden.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Verzeihen

26. Juli 2010

Können wir jemandem verzeihen, der uns verletzt hat ? Uns schlecht behandelt? Ungerecht zu uns ist?
Nehmen wir als häufig anzutreffendes Beispiel die Eltern: die den Bruder vorziehen; uns wiederholt zu verstehen geben, dass wir nichts wert sind; dass ihnen vieles wichtiger ist als ihr Kind; die uns nichts zutrauen; sich in unser Leben einmischen; uns daran hindern, unseren eigenen Weg zu gehen; uns ihre Hilfe verweigern, wenn wir sie brauchen…

Oft verzeihen wir nicht mit Worten, nicht einmal in unseren Gedanken oder in unserem Herzen. Doch unser Verhalten zeigt das Verzeihen: Wir gehen immer wieder auf sie zu; wir sind für sie da, wenn sie uns brauchen; wir lieben sie “trotzdem”…

Und doch tut uns die Art und Weise, wie sie mit uns umgehen, immer wieder weh – unseren wahren inneren Frieden haben wir also nicht gefunden. Werden wir es je schaffen, ihnen auch in uns drinnen so zu verzeihen, dass wir uns nie wieder verletzt fühlen?
Ja, aber auf einem anderen Weg – denn es geht nicht um das Verzeihen, es geht am Ende nur um unsere Selbstliebe. Wie könnten wir uns verletzt fühlen, an uns zweifeln, an Unrechtem leiden, wenn wir uns selbst bedingungslos lieben, ganz in uns selbst geborgen sind? Das Verhalten anderer Menschen uns gegenüber werden wir zwar nach wie vor nicht billigen, aber es wird uns nicht mehr in unserer Tiefe berühren.

Und vielleicht sollten wir zuallererst uns selbst verzeihen, dass wir noch nicht verzeihen können…

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Die Bedürfnisse befriedigen?

26. Juli 2010

Es wird uns – von Psychologen und Lebensberatern ebenso wie von guten Freunden und Bekannten – oft gesagt: Du musst lernen, deine Bedürfnisse wahrzunehmen und zu befriedigen, sonst wirst du unglücklich.

Ja, es ist wichtig für uns zu wissen, was wir möchten und was nicht, was für uns von Bedeutung ist und was nicht.
Unsere Bedürfnisse befriedigen, auch uns unsere Wünsche erfüllen – dagegen ist ebenfalls nichts einzuwenden. Sofern es in unserer Macht steht. Essen, wenn ich Hunger habe, schlafen, wenn ich müde bin, Freunde treffen, wenn ich Lust dazu verspüre. Nein sagen, wenn ich etwas nicht tun will, meine Arbeitsstelle kündigen, wenn sie mich nicht mehr befriedigt, auf das Krafttraining verzichten, wenn ich gerade nicht mag.
Doch schon bei solchen einfachen, alltäglichen Bedürfnissen ist es nicht immer möglich, sie zu befriedigen. Ich kann mich nicht hinlegen und schlafen, wenn ich mich gerade in einer Sitzung befinde. Meinen Job mir nichts dir nichts aufzugeben, ohne einen neuen gefunden zu haben, hängt von den finanziellen Verhältnissen und den Verpflichtungen ab.
Unberechenbar, ja manchmal gar unmöglich, wird es mit dem Befriedigen meiner Bedürfnisse, sobald andere Menschen darin verwickelt sind oder äussere Umstände mitspielen. Wie könnte ich die ersehnte Reise machen, wenn Vulkanasche in der Luft den Flugverkehr lahmlegt? Wie mir meinen Kinderwunsch erfüllen, wenn ich einfach nicht schwanger werde? Mein Bedürfnis nach Liebe stillen, wenn ich den richtigen Partner nicht finde? Eine harmonische Ehe leben, wenn mein Mann unzuverlässig, untreu, gewalttätig, verlogen, verschwenderisch oder faul ist?

Es gibt Dinge im Leben, die wir nach unseren Wünschen gestalten können, viele mehr aber, bei denen wir nicht die Macht dazu haben. Wäre es also nicht sinnvoller, unsere Bedürfnisse wohl wahrzunehmen, uns dann aber damit auseinanderzusetzen und diejenigen abzulegen, bei denen wir nicht die Möglichkeit haben, sie zu befriedigen? Anstatt uns in Kämpfe zu verstricken, die uns unglücklich machen?

Wenn wir die Energie, die wir in solche Kämpfe und krampfhafte Bemühungen stecken, dazu verwenden, mehr Urvertrauen und Gleichmut zu erlangen, werden wir im Leben bestimmt glücklicher!
Vertrauen wir darauf, dass wir genau das bekommen, was gut für uns ist. Dass uns nichts gegeben wird, was (am Ende) nicht gut für uns ist.
Leben wir – im Kleinen wie im Grossen – nach der alten Weisheit: Ich verändere, was ich verändern kann; ich akzeptiere mit Gelassenheit, was ich nicht verändern kann; und ich bemühe mich aufrichtig darum, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Und denken wir auch immer daran: Wir können nie andere Menschen verändern, sondern nur uns selbst.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Mut zur Wandlung

1. Juli 2010

(Text und Bild aus Kolumne “Nur Mut!” von Sonnwandeln Nr. 26)

Wasserfall in Schlucht Alles ist im Fluss, einen Stillstand kann es nicht geben. Stehendes Wasser fault, und mit der Zeit versickert es oder verdunstet…

Aber sieh doch, wie gewaltig hingegen die Kraft des Fliessens ist! Nicht einmal Felsen widerstehen ihr. Der Fluss des Lebens bahnt sich immer seinen Weg, bahnt ihn Dir. Folge ihm und versuche nicht, gegen den Strom zu schwimmen, es wird Dir in Ewigkeit nicht gelingen.
Du kannst Dich dem Fliessen nicht entziehen, Du kannst niemals bleiben, was Du bist, keinen Augenblick lang. Mit jedem Atemzug veränderst Du Dich, nimm den Wandel neugierig und erwartungsvoll an, folge Deinem Lebensstrom, wohin er Dich auch führt – zuerst junger, wilder Bergbach, dann mächtiger Wasserweg, schliesslich gemächlicher Fluss, am Ende Vereinigung mit dem Unendlichen Ozean.

Du darfst jeden Abschnitt geniessen, jeder bietet Dir seine Fülle, seine Freuden und seine Herausforderungen an. Trauere nicht dem nach, was hinter Dir liegt, es ist nicht mehr!
Blicke nicht sorgenvoll voraus, fürch­te nicht Wasserfälle und Stromschnellen – wer weiss, ob sie je kommen…
Sieh einzig das Schöne in Deiner Gegenwart: das Fliessen, der stete Wandel im Ewig Ruhenden, Unwandelbaren.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Eine Sekunde Unachtsamkeit

1. Juli 2010

Eine Sufi-Geschichte (aus Sonnwandeln Nr. 24)

Ein Mann hatte sein Leben lang in Tugend verbracht und sich auch immer bemüht, noch besser und weiser zu werden, damit ihm nach seinem Tod das Paradies offen stünde. Einen einzigen Makel hatte er: die Unachtsamkeit. Manchmal übersah er deshalb, wenn jemand Hilfe brauchte, oder verpasste eine Gelegenheit, eine neue Erkenntnis zu erlangen. Er meinte, diese kleine Schwäche wiege nicht so schwer, angesichts all seiner Tugenden, und Gott würde sie ihm bestimmt verzeihen.
Als er dann nach einem erfüllten Leben starb, war er sich nach einer kurzen Gewissensprüfung sicher, dass er ins Paradies eingehen würde. Doch wie er an den Pforten ankam, stellte er fest, dass sie geschlossen waren.
Während er sich noch darüber wunderte, hörte er eine Stimme sagen: „Sei achtsam! Denn die Pforten öffnen sich nur einmal alle hundert Jahre.“
So liess er sich davor nieder und wartete geduldig – Geduld war eine der Tugenden, die er in seinem irdischen Leben erworben hatte. Doch mit der Achtsamkeit hatte er seine liebe Mühe, gab es doch vor dem Paradies nichts zu sehen, nichts zu hören und auch nichts Gutes zu tun!
Nach einer Weile des Wartens, die ihm so lange vorkam wie ein ganzes Jahrhundert, schloss er für einen winzigen Augenblick die Augen.
In diesem Moment gingen die Tore des Paradieses auf – und noch bevor er seine Augen wieder richtig geöffnet hatte, schlossen sie sich erneut mit lautem Getöse.

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Affirmationen für Urvertrauen

30. Mai 2010

Ergänzend zu meinem Artikel vom 15. März 2010 über die Wege, das Urvertrauen zu erlangen, erläutere ich heute noch eine weitere Methode.

Wie gesagt, das Urvertrauen ist eine Eigenschaft der Seele. Da wir jedoch vornehmlich aus dem Ego leben und dabei stark vom Unbewussten gesteuert werden, müssen wir versuchen, das Urvertrauen darin zu verankern. Das lässt sich mit Affirmationen erreichen, einer Art “Programmierung des Unbewussten”; damit können wir Überzeugungen und Verhaltensweisen ändern.

• Wähle von den nachfolgenden Affirmationen eine oder zwei aus, von denen du dich angesprochen fühlst. Du darfst die Affirmation im Wortlaut auch ändern, wenn ande­re Ausdrücke dir eher zusagen, oder eigene Affirmationen formulieren. Beachte dabei unbedingt zwei Grundregeln:
– Verwende nie verneinte Sätze (Sätze, in denen nicht, nie, kein usw. vorkommen). Sag also nicht: „Ich habe keine Angst vor der Zukunft“. Sondern: „Meine Zukunft ist voller Licht und Freude“ oder „Ich schreite mutig und zuversichtlich in die Zukunft.“ Das Unbewusste kennt nämlich keine Verneinung!
– Die Aussage muss den angestrebten Zustand in der Gegenwart und als Tatsache ausdrücken (nicht in der Zukunft oder als Wunsch). Sag also nicht: „Ich werde in die höhere Vorsehung vertrauen“ oder „Ich möchte in die höhere Vorsehung vertrauen“. Sondern: „Ich vertraue in die höhere Vorsehung.“
• Wiederhole jeden Abend unmittelbar vor dem Einschlafen die Affirmation etwa zehn Mal, halblaut oder stumm, zuerst bewusst, dann mehr und mehr ohne zu denken, wie eine Litanei; hast du zwei Affirmationen gewählt, dann wiederhole zuerst zehn Mal nur die eine und dann zehn Mal die zweite. Wenn du möchtest, fahre damit fort, bis du einschläfst.
• Am Morgen, gleich nach dem Aufwachen, bevor du aufstehst, tust du das Gleiche.
• Du kannst die Affirmation auch überall und jederzeit tagsüber wiederholen, wenn du gerade etwas Zeit hast, beispielsweise bei einem Spaziergang, während des Kochens, beim Warten auf den Zug.

Affirmationen für Urvertrauen
• Ich weiss, dass ich alles bekomme, was gut für mich ist •
• Alles, was ich brauche, wird mir gegeben •
• Der göttliche Plan für mich erfüllt sich, ich lasse ihn zu •
• Ich weiss, dass alles, was geschieht, einen Sinn hat •
• Ich vertraue in die höhere Vorsehung •
• Ich habe das Vertrauen, um jede Situation anzugehen •
• Ich gehe meinen Weg mit Mut, Kraft und Vertrauen •
• Ich vertraue in die göttliche Weisheit, die mich führt •
• Meine Zukunft ist voller Licht und Freude •
• Ich freue mich auf jeden Tag, was er mir auch immer bringt •
• Alles ist möglich, wenn der göttliche Wille es so bestimmt •

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)

Nutzt die Möglichkeiten der Freiheit!

30. Mai 2010

Mira* ist eine Frau, die in einem Land und einer Kultur lebt, in der die Eltern und die Traditionen noch geehrt werden. Ein Ausbrechen ist ihr kaum möglich, ohne sozial geächtet zu sein, aber auch nicht, weil sie dazu erzogen wurde, sich zu fügen. Woher sollte sie den Mut und die Kraft nehmen, ihr trauriges Schicksal zu ändern?
Als junges Mädchen ging sie eine Beziehung mit Arim* ein, den sie damals zu lieben glaubte. Nachdem die beiden eine Zeitlang zusammen waren, lernte sie jedoch Jonathan*, ihre wahre grosse Liebe kennen, einen Mann aus einer westlichen Kultur, der ihr eine andere Lebensweise zeigte. Doch bevor sie den Mut fand, sich von Arim zu trennen, erkrankte sein Vater schwer. Auf dem Sterbebett erzwang er von ihr die Zusage, dass sie seinen Sohn heiraten würde.
Damit war Miras Schicksal besiegelt. Nie und nimmer hätte sie ihr Versprechen gebrochen. Sie heiratete also Arim, obwohl sie ihn nicht mehr liebte, und trennte sich von Jonathan. Bald bekamen sie ein Kind.

Seither sind nun schon fünf Jahre vergangen. Mira ist unglücklich und resigniert, ja verzweifelt.

Das Tragische daran ist nicht, dass sie sich in einer Situation befindet, die sie unglücklich macht – so etwas erleben wir alle immer wieder einmal. Das Tragische ist diese Aussichtslosigkeit, ihre Situation jemals zu ändern. In ihrer Welt ist sie bis zum Tod darin gefangen, sie sieht keine Möglichkeit, sich zu befreien. Klar und hart ausgedrückt: Miras Leben ist gelaufen. Sie kann nur noch zusehen, wie es sich abwickelt, aber sie lebt es nicht. Und sie ist doch erst fünfunddreissig!

Ich erzähle euch diese wahre Geschichte, um euch zu sagen: Ihr habt die Möglichkeit, euer Leben zu ändern, wenn ihr unglücklich seid! Tut es! Schaut nicht zu, wie es an euch vorbei gleitet. Unternehmt die nötigen Schritte, um es zu ändern!
Wir leben hier in einer freien Welt, wir haben einen freien Willen, wir dürfen, ja wir müssen unser eigenes Leben leben. Natürlich ist es nicht immer einfach, aus einer leidvollen Situation auszubrechen, natürlich braucht es Mut, natürlich könnte es vorübergehend schwierig werden. Aber glaubt mir: Mut wird belohnt. Und das grösste Geschenk, was über alle Probleme trägt, ist das Bewusstsein, dass ihr zu euch selbst steht, dass ihr eure Würde bewahrt, ihr euch selbst achtet und liebt.
Macht es nicht wie Mira, fügt euch nicht in ein freudloses Leben. Ihr habt das Recht, glücklich zu sein. Und nur ihr selbst könnt etwas dafür tun.

*alle Namen aus Diskretionsgründen geändert

Möchten Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Urvertrauen aufbauen und stärken? Abonnieren Sie mein Monatsblatt "Liebe dich selbst!". Nur EUR 1.25 pro Monat (CHF 1.66.)